Weitere Beratungen der Arbeitsgruppen haben stattgefunden
Weitere Beratungen der Arbeitsgruppen haben stattgefunden
In Sachen „Zusammenlegung der Grundschule Barleben und der Ganztagsschule Barleben in den Räumlichkeiten der Ganztagsschule Barleben“ und „Zentralisierung der Kindereinrichtungen in Barleben in dem Gebäude der Grundschule Barleben“ haben nach den Beratungen der Arbeitsgruppen „Kinderkrippe“ und „Kindergarten“ auch die Beratungen der Arbeitsgruppen „Hort“, „Ganztagsschule“ und „Grundschule“ stattgefunden.
In der Vorbereitung hatten die Vertreter der jeweiligen Einrichtung ihre Argumente zusammengefasst, die innerhalb der entsprechenden Arbeitsgruppe mit allen Beteiligten diskutiert worden. So sieht man sich in der AG Hort vor die Herausforderung gestellt, die Zusammenarbeit zwischen Hort und Schule aufgrund der örtlichen Trennung organisatorisch neu zu regeln. „Dennoch sehen wir eine derartige Umstrukturierung als generell unproblematisch“, sagte die Hortleiterin Claudia Bergner. Sie wies darauf hin, dass es von Vorteil wäre, für den Frühhort einen Raum in der Ganztagsschule einzurichten.
Unterdessen ist der Ton in der AG Ganztagsschule deutlich schärfer. „Es funktioniert nicht, beide Schulen in einem Gebäude unterzubringen und man solle sich davon lösen, dass alles von der 1. bis zur 10. Klasse funktioniert“, bringt die Schuldirektorin Monika Kukuk eindeutig zum Ausdruck. Dass es die Ganztagsschule, wie sie derzeit organisiert ist, nicht mehr geben wird und die vorhandenen Angebote aufgrund fehlender Raumkapazitäten nicht mehr gewährleistet werden können, sollte die Gemeinde ihr Konzept umsetzen, klingt aus Richtung der Schulleitung fast wie eine Drohung. Sozialausschussmitglied Patrik Säuberlich kann die Argumentation der Ganztagsschule hinsichtlich der Raumkapazität nicht nachvollziehen und stellt die Äußerungen angesichts von nur sieben Anmeldungen von Schülern aus der Grundschule Barleben bei immerhin 42 Abgängern in diesem Jahr in Frage.
Aber es gibt auch konstruktive Vorschläge. Der Gemeinderatsvorsitzende Ulrich Korn spricht eine Kooperation zwischen der Ganztagsschule und dem Internationalen Gymnasium „Pierre Trudeau“ an. Die mit einem hervorragenden Ruf an der Ganztagsschule existierende Theater-AG könnte beispielsweise in der großzügigen Aula des Gymnasiums proben.
In der Arbeitsgruppe Grundschule brachte Schulleiterin Ingrid Veit ihre Bedenken hinsichtlich unterschiedlicher Öffnungszeiten beider Schulen zum Ausdruck. Weitere Bedenken bestehen bezüglich der Mittagsversorgung. „160 Grundschüler können ihr Essen nicht innerhalb von nur 30 Minuten einnehmen“, sagte die Grundschulleiterin. Auch ist in dem Raumbelegungskonzept nicht berücksichtigt worden, dass für Schüler mit besonderen Bedürfnissen, körperlichen Behinderungen und Lernschwächen Ruhe- und Rückzugsmöglichkeiten benötigt werden. „Angesichts der Schließung von Förderschulen sollte man davon ausgehen, dass diese Kinder in den nächsten Jahren in andere Schulen gehen werden. Der Raumbedarf an der Grund- und der Ganztagsschule werde dann steigen“, äußerte eine Lehrervertreterin.
Doch neben allen Bedenken werden von der Grundschulleitung, den Lehrer- und Elternvertretern auch zahlreiche Vorteile genannt, die eine räumliche Zusammenlegung beider Schulen hat. So zieht die Grundschule von einem Altbau in einen hervorragend ausgestatteten Neubau. Die zukünftigen Klassen- und Lehrerzimmer der Grundschule liegen auf einer statt auf drei Etagen. In dem Gebäude der Ganztagsschule existiert ein Fahrstuhl, sodass auch körperlich behinderte Kinder unkompliziert alle Räume und Fachkabinette im Gebäude erreichen können. Die Eingewöhnungszeit bei einem Wechsel von der Grund- in die Ganztagsschule fällt weg, da die Kinder das Gebäude und die Lehrer bereits kennen.
Die Beratungen der Arbeitsgruppen finden in einem Rhythmus von vier Wochen statt.
Berichtigung zum letzten Absatz des Beitrages: Die aufgeführten Argumente, die für eine räumliche Zusammenlegung beider Schulen in ein Gebäude sprechen, sind nicht von der Grundschulleitung, den Lehrer- und Elternvertretungen genannt worden. Die Aufführung der Argumente wurde von der Verwaltung vorbereitet und von der Grundschulleitung, den Lehrer- und Elternvertretungen in der Diskussion lediglich bestätigt.