Unverständnis nach Antrag der Fraktion Freie Wählergemeinschaft/Piraten

Unverständnis nach Antrag der Fraktion Freie Wählergemeinschaft/Piraten   

Die Debatte um die Sanierung der Kindertagesstätte „Gänseblümchen“ in Ebendorf  erhält neuen Zündstoff. Die Fraktion Freie Wählergemeinschaft/Piraten fordert in einem Antrag, die im Nachtragshaushalt 2014 genehmigten Kreditmittel ausschließlich für die Beseitigung der Feuchtigkeitsprobleme im Keller der Kindertagesstätte einzusetzen. Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff hat kein Verständnis für diese Art von Politik und reagiert empfindlich auf den Antrag: „Es ist eine absolute Dreistigkeit und finanziell unverantwortlich, zu verlangen, dass die gesamten, genehmigten Kreditmittel aus dem Nachtragshaushalt in Höhe von 678.300 Euro für eine einzige Maßnahme verwendet werden sollen.“ Anders ausgedrückt, soll die Gemeinde alle Finanzmittel für Investitionen sowie alle Mittel für investitionsfördernde Maßnahmen, wie z. B. das Bereitstellen von Eigenmitteln für die Beantragung von Fördergeldern streichen und stattdessen 678.300 Euro in eine Investitionsruine stecken, die kurz- oder mittelfristig für den Abriss freigegeben ist. 
Das von einer weiteren Sanierung des Untergeschosses abzusehen ist, hatte bereits ein Gutachten aus dem Jahr 2012, erstellt von der Sachsen-Anhaltinischen Landesentwicklungsgesellschaft (SALEG), festgestellt. Die Gutachter kommen zu dem Schluss, dass wegen der Grundwasserssituation vor Ort davon auszugehen ist, dass erneut eine vollständige Sanierung des Untergeschosses notwendig wäre. Der dafür notwendige finanzielle Aufwand jedoch in keinem Verhältnis zu einem Neubau steht.
„Das Gutachten wurde allen Ratsmitgliedern sowie dem Ortschaftsrat Ebendorf, der im Übrigen während seiner letzten Sitzung einem ähnlichen Antrag zugestimmt hat, zur Kenntnis gegeben“, so Bürgermeister Keindorff. Das Wohl und die Gesundheit der Kinder als meinungstreibendes Instrument einzusetzen, hält Keindorff, mit Blick auf das Wissen der Beteiligten um die entscheidenden Passagen in dem Gutachten, für ein unfaires Spiel und reinen Populismus.
Sollte der Gemeinderat diesen Antrag beschließen, wird der Bürgermeister unverzüglich Widerspruch einlegen.

 



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