Ungewöhnliche Maßnahme soll Sicherheit auf Gehweg erhöhen
Ungewöhnliche Maßnahme soll Sicherheit auf Gehweg erhöhen
Das Bauamt der Gemeinde Barleben hat in der Feldstraße in Barleben im direkten Umfeld des Einganges zur Grundschule einen Abfallbehälter aufstellen lassen. Der etwa einen Meter hohe Metallbehälter ist genau zwischen einem Strommast und einer Grundstücksmauer aufgestellt, so dass er einen Teil des Gehwegs versperrt. Was auf den ersten Blick wie ein Schildbürgerstreich scheint, hat Sinn und erfüllt einen ganz einfachen Zweck. Denn der Abfallbehälter dient auch als Hindernis. Der Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Gemeinde Barleben, Jens Sonnabend, erklärt die ungewöhnliche Maßnahme: „Die Mauer führt direkt bis an eine schmale „Anliegerstraße“ heran, die in die Feldstraße führt. Der Gehweg ist für Autofahrer sehr schlecht einsehbar. Kinder, die mit dem Fahrrad zur Schule fahren, und wegen ihres Alters (§ 2 Abs. 5 StVO: „Kinder bis zum vollendeten achten Lebensjahr müssen, Kinder bis zum vollendeten zehnten Lebensjahr dürfen mit Fahrrädern Gehwege benutzen…“) den Gehweg benutzen müssen, erkennen zu spät, ob ein Fahrzeug aus dieser „Anliegerstraße“ rausfahren will. Das Risiko eines Zusammenstoßes ist hoch“, so Sonnabend. „Aufgrund des ‚Hindernisses‘ werden Fußgänger und Fahrradfahrer in den Bereich des Gehweges ‚umgeleitet‘, in dem sie für Autofahrer deutlich früher zu erkennen sind. Mit 1,30 Meter ist der Gehweg auch immer noch ausreichend breit“, gibt Jens Sonnabend zu verstehen.
Zusammenstöße, wie sie es an dieser Stelle bereits zweimal gegeben hat, bei denen die Beteiligten glücklicherweise nur mit dem Schrecken davon kamen, sollen zukünftig möglichst verhindert werden.
Bildtext: Bauamtsleiter Jens Sonnabend bei einem Vor-Ort-Termin in der Feldstraße im Gespräch mit einer Mutter mit Kinderwagen. Der Abfallbehälter, der an dieser Stelle den Gehweg versperrt, soll Passanten und Fahrradfahrer so leiten, dass sie für Autofahrer, die aus der angrenzenden Anliegerstraße kommen, frühzeitig zu erkennen sind.