Straßenausbau in Meitzendorf
Straßenausbau in Meitzendorf
Erstmals kein Ausbaubeitrag von Anwohnern
Holpriges Kopfsteinpflaster, enger Begegnungsverkehr, keine Straßenbeleuchtung und ein fehlender Gehweg. Der Zustand der Straße „Siedlung“ in der Ortschaft Meitzendorf war bislang alles andere als gut. Damit ist jetzt Schluss. Die Gemeinde Barleben ist hier in Aktion getreten und lässt die Straße am Ortsrand grundhaft ausbauen. Auf einer Länge von rund 120 Meter werden der Straßenunterbau, der Fahrbahnbelag sowie ein straßenbegleitender Gehweg hergestellt und Straßenlampen aufgestellt. Die Baumaßnahme läuft bereits seit einigen Wochen und soll Mitte November abgeschlossen sein.
Die Gemeinde Barleben investiert hierfür rund 195.000 Euro inklusive 25.000 Euro Planungskosten. „Mit dem Ausbau dieser Straße machen wir auch deutlich, dass wir nicht nur die Infrastruktur in Barleben im Blick haben“, sagt Bürgermeister Frank Nase.
Die Baumaßnahme ist das erste Straßenbauprojekt, das die Gemeinde ohne Beteiligung der Anwohner, also ohne die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen realisiert.
Das Land Sachsen-Anhalt hatte Ende des Jahres 2020 mit einer Gesetzesänderung die Pflicht für Kommunen zur Erhebung von Straßenausbaubeiträgen abgeschafft. Ab 2022 sollen Kommunen jährliche Pauschalen für Straßenbaumaßnahmen bekommen. Maßgebend für die Berechnung der jeweiligen Pauschale ist die Größe der Siedlungsfläche der Kommune. Die Gemeinde Barleben hat in diesem Jahr einen sogenannten Mehrbelastungsausgleich in Höhe von rund 55.000 Euro erhalten.
Bildtext: Die Straße „Siedlung“ in Meitzendorf wird grundhaft ausgebaut. Erstmals werden dafür keine Straßenausbaubeiträge von Anwohnern erhoben.