Schnelles Internet: Vorarbeiten für den Breitbandausbau nahezu abgeschlossen
Schnelles Internet: Vorarbeiten für den Breitbandausbau nahezu abgeschlossen
Die Bundesregierung will gemeinsam mit Ländern, Kommunen und der Wirtschaft den Breitbandausbau in Deutschland massiv vorantreiben und hat dafür ein milliardenschweres Förderprogramm aufgelegt. Über mindestens 50 Megabit pro Sekunde sollen alle deutschen Haushalte bis 2018/2019 verfügen. Von diesem Programm profitiert auch die Gemeinde Barleben, die zur Projektumsetzung und der Nutzung von Synergien der vom Landkreis Börde ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe „Breitband“ als Mitglied beigetreten ist.
Der Landkreis Börde (acht Einheits- und Verbandsgemeinden sowie der Landkreises Börde) übernimmt über eine abgeschlossene Zweckvereinbarung Aufgaben im Sinne einer Geschäftsbesorgung und koordiniert darüber hinaus die strategische Breitbanderschließung und -ausrichtung im Rahmen der Arbeitsgruppe. Alle Leistungen wurden und werden aus dem Programm des Bundes gefördert. Haushaltsmittel der Gemeinde Barleben wurden somit in der bisherigen Planungsphase des Breitbandausbauprojektes nicht beansprucht.
Nach zahlreichen Vorarbeiten soll es jetzt mit großen Schritten vorangehen, denn vom Bund hat die Arbeitsgruppe „Breitband“ des Landkreises bereits eine Förderung von mehr als 95 Millionen Euro für den Breitbandausbau erhalten. Ein wichtiger Schritt ist zudem mit der Wahl des Unternehmens DNS:NET als Konzessionär getan. Das heißt: Unter Federführung des Landkreises wird das Glasfasernetz gebaut, DNS:NET betreibt dann das Netz, um zugleich auch Einnahmen zu generieren, mit denen 50 Prozent der Investitionssumme über Pachteinnahmen refinanziert werden sollen.
Die Investitionssumme für das angedachte Giga-Breitbandnetz für das gesamte Gebiet der Gemeinde Barleben beläuft sich auf ca. 11 Millionen Euro. Für das Ausbauvorhaben hatte der Bund der Gemeinde Barleben bereits rund sechs Millionen Euro Förderung bewilligt, was das Vorhaben am Ende insgesamt rentierlich und haushaltsneutral macht. Allerdings wird die Investition nur getätigt, wenn eine bestimmte Anschlussquote der Haushalte und Unternehmen in der Gemeinde erreicht wird. Im Finanzierungsmodell wurde mit einer Mindestanschlussquote von 47 Prozent aller Haushalte gerechnet, die sich an das Glasfasernetz anschließen lassen. In bereits laufende Breitbandnetze in anderen Bundesländern liegen die Anschlussquoten bei bis zu 95 Prozent, denn die Vorteile des Anschlusses an ein so effektives Netz liegen auf der Hand.
Ende 2017/Anfang 2018 soll nun mit dem flächendeckenden Ausbau begonnen werden. Das Besondere daran ist: Es wird Glasfaser bis ins Haus verlegt. Ein großer Unterschied zu dem derzeit in einigen Orten des Landkreises laufenden Ausbaus des Telekomnetzes. Die Telekom verwendet zwar Glasfaserkabel, doch nur bis zu den Verteilerkästen. Die Hausanschlüsse selbst behalten ihre Kupferkabelanschlüsse. Das bringt kurzfristig zwar eine Verbesserung der Geschwindigkeiten, werde mittelfristig mit steigendem Bedarf aber nicht ausreichen. Was auch Holger Haupt als Breitbandbeauftragter im Landkreis Börde erklärt. Der Landkreis und die acht beteiligten Kommunen setzen indes auf langfristige und sichere Lösungen. Zukünftig sind Geschwindigkeiten im Gigabit-Bereich garantiert, und das ohne weitere Ausbaustufen.
Ein wichtiger finanzieller Aspekt ist, dass in der Hauptausbauphase für das Glasfasernetz für Hausbesitzer keine Anschlusskosten anfallen. Das Glasfasernetz wird bis in das jeweilige Haus verlegt, ohne dass die Hausbesitzer die üblichen „letzten Meter“ selbst finanzieren müssen.
Bildtext: Komponenten für die Glasfasertechnologie werden an einem Messestand präsentiert.
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