Projekt zur Fachkräftevermittlung mit weiterem Partner

Projekt zur Fachkräftevermittlung mit weiterem Partner 

Fachkräfte aus Spanien in sachsen-anhaltische Unternehmen zu vermitteln, ist das Ziel eines Gemeinschaftsprojekts der Gemeinde Barleben, der Industrie- und Handelskammer Magdeburg, der Agentur für Arbeit Magdeburg und der spanischen Gemeinde La Pobla de Vallbona. Die Handwerkskammer Magdeburg unterstützt das Projekt und ist dem Beratungsservice „Mobilität und Beschäftigungsmöglichkeit“ am ersten Donnerstag des Jahres offiziell beigetreten.
Die Vereinbarung wurde im Haus des Handwerks in Magdeburg unterzeichnet von Handwerkskammer-Präsident Hagen Mauer, Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer Burghard Grupe, IHK- Präsident Klaus Olbricht, IHK-Hauptgeschäftsführer Wolfgang März, Matthias Kaschte, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Magdeburg, Franz-Ulrich Keindorff, Bürgermeister der Gemeinde Barleben, sowie Iris Marco i Perez, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde La Pobla de Vallbona in Spanien.
„Die Jugendarbeitslosigkeit in den europäischen Krisenstaaten, speziell auch in Spanien, ist bedrückend. In Deutschland macht sich dagegen der Fachkräfte- und Nachwuchsmangel immer stärker bemerkbar, der ohne qualifizierte Zuwanderung nicht zu decken sein wird. Immer mehr Handwerksunternehmer suchen daher ganz gezielt im Ausland nach Auszubildenden und Beschäftigten. Mit dem Beitritt zu diesem Projekt wollen wir unsere Mitgliedsbetriebe bei der Suche nach spanischen Fachkräften unterstützen und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit mit den Projektpartnern“, sagte Handwerkskammer-Präsident Hagen Mauer.
Von den derzeit 3300 aktiven Berufsausbildungsverhältnissen der Handwerkskammer Magdeburg bestehen 61 (knapp 2 Prozent) mit ausländischen Auszubildenden, darunter 11 Spanier. Einer davon ist Lazaro Rodriguez Salmeron (27), der bei Installateurmeister Jörg Lustinetz in Schönebeck den Beruf des Anlagenmechanikers lernt und die Entscheidung dazu nicht bereut hat. Auch sein Lehrmeister ist sehr zufrieden: „Ich kann anderen Betriebsinhabern nur empfehlen, diesen Weg zu beschreiten“, so Jörg Lustinetz.
Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff schilderte in dieser Runde noch einmal, wie Barleben über Diskussionen beim traditionellen Unternehmerfrühstück zu einer Kooperationsvereinbarung mit der Gemeinde La Pobla de Vallbona und einem ersten Vertragswerk zur Förderung spanischer Fachkräfte kam. „Irgendwann sollten sich unsere Vereinbarungen so verfestigen, dass sie aus der Phase des Pilotprojektes herauskommen und staatliche Stellen dafür entsprechende Programme auflegen.“
Iris Marco i Perez sieht im gemeinsamen Projekt eine Möglichkeit, jungen Leuten ihrer Region eine Zukunft zu bieten. „Das Interesse für dieses Projekt in Sachsen-Anhalt wächst bei uns stetig, weil die jungen Leute gut darüber berichten.“ Sie weiß aber sehr wohl, dass die Sprache das Wichtigste bei einer erfolgreichen Umsetzung des Projektes ist. Deshalb werden auch in La Pobla de Vallbona Deutschkurse angeboten.

Bildtext: Um bei dem stärker werdenden Fachkräftemangel die Wettbewerbsfähigkeit hiesiger Unternehmen zu sichern, ist im Jahr 2014 auf Initiative der Gemeinde Barleben ein Projekt zur Vermittlung spanischer Fachkräfte ins Leben gerufen worden, das um ein weiteres Jahr verlängert wurde und dem nun auch die Handwerkskammer Magdeburg beigetreten ist. Die Vertragsunterzeichnung von Iris Marco i Perez, stellvertretende Bürgermeisterin der Gemeinde La Pobla de Vallbona, und Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff in der Handwerkskammer Magdeburg verfolgten Francisco Javier Novoa Perez, Sven Fricke und Angel Romero (2. Reihe v. l.) 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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