Neujahrsempfang der Gemeinde Barleben
Neujahrsempfang der Gemeinde Barleben
Zum traditionellen Neujahrsempfang der Gemeinde Barleben konnte Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff am 18. Januar 2014 in der Mittellandhalle 300 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Bildung, Kultur und Sport begrüßen. Unter ihnen Hans Walker, Landrat des Landkreises Börde, sowie Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen und der Barleben-Beauftragten Günter Hille.
Mit der „Silbernen Ehrenplakette“ der Gemeinde wurde Monika Förster, Vorsitzende der SG Eintracht Ebendorf, ausgezeichnet.
Barlebens Bürgermeister erinnerte in seinen Ausführungen an das zweite „Jahrhunderthochwasser“ nach 2002. „Dieses Hochwasser an Elbe und Saale ließ die dritten Ostfalentage als Barlebens Gewerbeschau fast untergehen. Geplant als großes Highlight für die gesamte Familie, wurde die Gewerbemesse blitzschnell auch zur Spendenaquise genutzt.“ Barlebens Bürgermeister dankte allen, die solidarisch mitgeholfen haben, auch wenn Barleben weitestgehend vom Hochwasser verschont blieb.
Franz-Ulrich Keindorff bilanzierte: “Für die Gemeinde Barleben war 2013 ein durchwachsenes Jahr. Kleine Missgeschicke blieben nicht aus, aber unsere größten Vorhaben haben wir entsprechend unseren Möglichkeiten umgesetzt – und dies, obwohl im vierten Quartal völlig unerwartet rund sechs Millionen Euro weniger Gewerbesteuer eingegangen sind. Wir haben es trotzdem geschafft, den Haushalt für 2013 ordentlich abzuschließen.“ Barlebens Gemeindeoberhaupt musste aber auch dies anführen: “Das Jahr 2014 beginnt mit einem Novum. Erstmals in meiner Amtszeit konnte der Haushalt nicht vor Beginn des Haushaltsjahres verabschiedet werden. Der eine oder andere erinnert sich vielleicht daran, dass ich vor zwei Jahren an dieser Stelle darauf hingewiesen habe, dass die Folgen der europaweiten Wirtschafts- und Finanzkrise mit zeitlicher Verzögerung auch die Kommunen erreichen. Genau das ist jetzt eingetreten. Die Gewerbesteuereinnahmen der Gemeinde mussten Ende 2013 nach unten korrigiert werden, in diesem Jahr ist die Situation anscheinend auch nicht günstiger für uns. Und das nicht nur in der Gemeinde Barleben.“
Auf das Jahr 2014 blickend stellte Franz-Ulrich Keindorff fest: “Es besteht jedoch kein Anlass zur Panik, aber wir müssen im Rahmen unserer Möglichkeiten bleiben und einen gut durchdachten Haushaltsplan aufstellen und im März beschließen. Die Schwerpunkte, die dieses Jahr oben auf der Agenda der Gemeinde stehen, lauten kurz und bündig: Bildung, Kinder- und Familienfreundlichkeit sowie Wirtschaftsförderung. Das sind Aufgaben, die Priorität haben – und die alle miteinander zusammenhängen.“
Landrat Hans Walker ging in seinem Grußwort auf das bevorstehende zehnjährigen Bestehen der Einheitsgemeinde ein: „Das waren zweifelsohne die zehn erfolgreichsten Jahre im Bestehen dieser Gemeinde.“ Das sei vor allem ein Verdienst der Einwohner und ihrem Engagement in den 20 Jahren nach der Wende, stellte Hans Walker fest und zollte allen Barlebern seine Hochachtung. Im Zusammenhang mit sinkenden Zuweisungen wies der Landrat darauf hin, dass dies letztlich ein Indiz dafür ist, dass die Gemeinden so stark sind. Dennoch – so der Landrat – ist es nicht in Ordnung, dass denjenigen, die sparsam mit den Finanzen umgehen, mehr genommen wird. Alles in allem würde aber noch auf einem hohen Niveau geklagt.
Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen lobte in seinem Grußwort die vielfältigen Partnerschaftsbeziehungen. „Unsere Beziehung ist keine Alibiveranstaltung als Wende-Relikt, sondern eine gelebte Partnerschaft“, stellte Wittmunds Stadtoberhaupt fest. „Wir Wittmunder sind stolz auf solche Partner und empfinden eine hohe Wertschätzung für die Barleber Entwicklung. Kurzum, wir sind längst aufrichtige Freunde.“
Rolf Claußen erinnerte an das nicht leichte Jahr 2013 für Wittmund, das das „katastrophalste und erfolgreichste Jahr“ seiner siebenjährigen Amtszeit war. Noch nie – so Wittmunds Bürgermeister – wurde Wittmund von so zahlreichen Bränden, Ölkatastrophen und Sturmtiefs heimgesucht. Aus diesem Grund erinnerte Rolf Claußen daran, wie wichtig es ist, verlässliche Bürger wie die Kameraden der Feuerwehr an seiner Seite zu haben. Und er registrierte erfreut, dass es zu diesem wichtigen Thema der Kommunalpolitik in Barleben keine andere Auffassung gibt und lobte die Partnerschaft der Feuerwehren beider Orte.
Bildtext: Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff und Bördekreis-Landrat Hans Walker mit Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen und dem Wittmunder Barleben-Beauftragte Günter Hille.
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