Netzkünste an der Skateanlage

Netzkünste an der Skateanlage                                                         

Vor Kurzem meldete eine aufmerksame Bürgerin ein wortwörtliches „Netzwerk“ an einem Strauch auf der Skateanlage in der Ortschaft Barleben. Es stand der Verdacht im Raum, dass sich der Eichenprozessionsspinner in der Gemeinde eingenistet haben könnte. Aufgrund dessen schritt das Bau- und Ordnungsamt der Gemeinde Barleben zur Vor-Ort-Begutachtung.

Im Ergebnis der Ortsbesichtigung konnte Entwarnung gegeben werden. Es handelt es sich um einen Befall mit der Pfaffenhütchen-Gespinstmotte, hier um deren Raupenstadium. Auch wenn der eingesponnene Strauch gefährlich aussieht, sind die Gespinste und die Raupen aus gesundheitlicher Sicht für den Menschen -im Gegensatz zum Eichenprozessionsspinner- vollkommen harmlos. Auch treiben die kahl gefressenen Sträucher wieder neu aus. „Einen ähnlichen Befall gab es letztes Jahr im Park an einem Sommerflieder“, erinnert Bernd Dummernix, Mitarbeiter für Grünflächen. Die Raupen sehen immer identisch aus, nur haben sie sich auf verschiedene Gehölze spezialisiert. Auch Obstbäume sind häufig betroffen. Will man die Gespinste entfernen, dann entweder über einen kompletten Rückschnitt der Sträucher oder mit einem scharfen Wasserstrahl. Die Gemeinde Barleben wird in diesem Fall allerdings nicht einschreiten. Es handelt sich hierbei nur um einen punktuellen Befall, der Bestandteil der Natur ist. Im Juli werden daraus kleine Schmetterlinge.

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