Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ebendorf

Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Ebendorf  
Zahl der Einsätze gesunken, Nachwuchs in Einsatzabteilung berufen                             

Zu ihrer Jahreshauptversammlung trafen sich die Kameraden der Ebendorfer Ortsfeuerwehr und des Feuerwehrfördervereins am letzten Februartag im Versammlungsraum der Feuerwehr.
Es war eine erfolgreiche Bilanz, die der stellvertretende Ortswehrleiter Carsten Horstmann in Vertretung des erkrankten Wehrleiters Lutz Pechbrett rückblickend auf das Jahr 2014 für die 49 Mitglieder ziehen konnte. Mit zwölf Maschinisten und acht Atemschutzgeräteträgern ist die Ortswehr gut bestückt. Einzug hielt moderne Überdrucktechnik. Nach einem Auf im Jahr 2013 ist die Zahl der Einsätze im Vorjahr von 53 auf 39 gesunken. Mehrmals wurden die Ebendorfer Kameraden nach teilweise schweren Unfällen auf den Bundesautobahnen A2 und A14 alarmiert, was die Kameraden zunehmend auch psychologisch belastet.
Auch wenn häufig Lehrgänge auf Landesebene ausfielen, haben sich die Kameraden auf Kreisebene weitergebildet und mehrere Lehrgänge für die digitale Sprechfunkerausbildung, für die Ausbildung zum Maschinisten und zum Truppführer besucht.
Nach der Jahreshauptversammlung vor einem Jahr wurde an dieser Stelle durch den Bürgermeister berichtet, dass die Ebendorfer Kameraden mit der Auslieferung des neuen Tanklöschfahrzeuges noch im 1. Halbjahr 2014 rechnen können. Am ersten Augustsonnabend 2014 war es dann wirklich soweit und die Ebendorfer nahmen ihr neues Hilfeleistungs-Löschfahrzeug  HLF 20/30 in Besitz. Und das kann sich mehr als sehen lassen. Das Spezialfahrzeug verfügt neben einem 3000 Liter Tank über besondere technische Einbauten wie beispielsweise einen Generator mit 23 Kilowatt Leistung, ein Schaum-Wasserwerfer auf dem Dach und ein Überdruck-Pressluftatemgerät sowie einen Defibrillator und eine Wärmebildkamera. Carsten Horstman spendete der Gemeinde für diese Anschaffung noch einmal ein Lob und sagte:  „Wir sind stolz auf dieses Fahrzeug“.
Vorausblickend erläuterte er, dass sich die Kameraden zur 1050-Jahr-Feier der Ortschaft Ebendorf im Juni dieses Jahres einbringen werden und sich bereits auch Gedanken zum 90-jährigen Bestehen der Ebendorfer Wehr im kommenden Jahr machen.
Eine erfolgreiche Bilanz konnte an diesem Abend auch von Ines Opitz für die Jugendfeuerwehr gezogen werden, der Anfang des Jahres 2014 bereits 22 Jugendliche angehörten. Mittlerweile sind es weniger geworden, weil – so Ines Opitz nicht ohne Stolz – drei Kameraden aus der Jugendwehr in die Einsatzabteilung der „Großen“ wechselten.
Erfolgreich auch die Bilanz, die Peter Milde als Vorsitzender des Fördervereins vortrug. Nach drei Jahren wurde an diesem Abend ein neuer Vorstand des Fördervereins gewählt. Eingedenk der Tatsache, dass man ein erfolgreiches Team nicht verändern soll, hat der wiedergewählte Peter Milde mit seiner Mannschaft für weitere drei Jahre die Leitung übernommen.
Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff dankte den Kameraden der Ortswehr für die geleistete Arbeit. Er lobte die erfreuliche Altersstruktur der Wehr und die Tatsache, dass aus der Jugendfeuerwehr Nachwuchs in die Einsatzabteilung rückte. Barlebens Bürgermeister erinnerte daran, dass es gegenwärtig nicht so gut um Barlebens Finanzen bestellt ist. Er hoffe, dass sich beispielsweise die Situation bei der von Kameraden angesprochenen Feuerwehrrente im Rahmen der Diskussion zum Haushaltsplan 2015 klären lässt. Über eine weitere Fahrzeug-Anschaffung kann diskutiert werden, wenn die Gefahrenabwehranalyse vorliegt und daraus ein vom Landkreis bestätigtes Konzept vorbereitet wurde.
Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung wurden Beförderungen vorgenommen.  Zum Hauptfeuerwehrmann wurde Christian Giffhorn durch Barlebens Bürgermeister befördert. Löschmeister sind fortan Steffen Wagner und Axel Pechbrett, während Carsten Horstmann zum Oberbrandmeister aufstieg. Für fünf Jahrzehnte Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurde Gerhard Wiersdorf geehrt. Eine Urkunde für 30 Jahre Feuerwehr erhielt sein Bruder Norbert Wiersdorf.

Bildtext: Zu ihrer Jahreshauptversammlung zog die Freiwillige Feuerwehr Ebendorf Bilanz. Zu insgesamt 39 Einsätzen rückten die Kameraden aus. Das sind 14 weniger als im Jahr 2013. Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff (li.) nahm Beförderungen und Ehrungen vor.

 



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