Heimatstube Barleben erhält historische Fundstücke für Ausstellung

Heimatstube Barleben erhält historische Fundstücke für Ausstellung  

In der Heimatsstube in Barleben ist seit Mai dieses Jahres die Ausstellung über die Geschichte des Unternehmens "Barleber Kranbau" (Bakra) zu sehen. Mehr als 500 Gäste haben sich bisher die aufwändig zusammengestellte Dokumentation angesehen. Aber die Mitglieder des Heimatvereins um die Vorsitzende Heike Hildebrandt planen bereits die nächste Ausstellung. Der Titel „Was schon alles in Barleben verschwunden ist“ verrät, dass es um das „alte“ Barleben geht. Im Zuge der Ortsentwicklung sind zahlreiche Gebäude abgerissen worden und das Ortsbild hat sich verändert. Verwendbares Material hat der Heimatverein dank der akribischen Sammelleidenschaft seiner Mitglieder. Aber auch Geschichtsinteressierte wie der Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff bringen hin und wieder Gegenstände und Dokumente, die von vergangenen Zeiten zeugen.
Erst Ende Juni hat Keindorff einige Fundstücke, die bei dem Abriss des Hauses 3  auf dem Gelände der Verwaltung in der Ernst-Thälmann-Straße im Fundament gefunden worden, an die Vorsitzende Heike Hildebrandt und Ortschronistin Kerstin Dünnhaupt übergeben. Bei den historischen Fundstücken handelt es sich um eine grüne Glasflasche, die Anhand von Resten eines Etikettes der ehemaligen Diamantbrauerei in Magdeburg zugeordnet werden kann und als „Zeitkapsel“ verwendet wurde. In der Flasche befanden sich zwei Zeitungsartikel der damaligen Gewerkschaftszeitung „Tribüne“ vom 30. März und vom 23. April 1954 sowie ein Schriftstück des Wirtschaftsleiters der ehemaligen Gewerkschaftsschule „Fester Kurs“ der IG Metall vom 23. April 1954. Erwähnenswert ist der letzte Satz, da zum Zeitpunkt der Erstellung des Schriftstückes die DDR schon fast fünf Jahre existierte: „Wir werden auch in diesem Jahr alles tun, um den Feiertag der internationalen Arbeiterklasse so zu gestalten, dass er ein machtvolles Bekenntnis für den Frieden und die Erreichung der Einheit Deutschlands wird.“. Zur Grundsteinlegung für ein neues Wohnhaus für die Gewerkschaftsschule ist die Flasche mit den Zeitdokumenten in das Fundament eingelassen und nach fast sechzig Jahren, dank der Aufmerksamkeit der Abrissarbeiter, unbeschadet wieder gehoben worden.

Bildtext: Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff übergab dem Heimatverein einige Zeitdokumente, die beim Abriss eines Verwaltungsgebäudes gefunden worden. Die historischen Fundstücke werden mit vielen Weiteren in einer neuen Ausstellung in der Heimatstube zu sehen sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
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