Grundsteinlegung für Barlebens zweite Dreifeldhalle

  Grundsteinlegung für Barlebens zweite Dreifeldhalle

19. August – Grundsteinlegung für Barlebens zweite Dreifeldhalle Sieben Wochen nach dem symbolischen Spatenstich für Barlebens neue Dreifeldsporthalle wurde am 19. August 2011 der Grundstein für das nächste Großprojekt der Gemeinde gelegt. Bis zum Sommer 2012 soll in unmittelbarer Nachbarschaft der Mittellandhalle die zweite Halle entstehen und im Rahmen des Sportwochenendes der 950-Jahrfeier der Gemeinde am 8. Juni 2012 eingeweiht werden.

Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff erinnerte noch einmal daran, dass die Mittellandhalle derzeit aus allen sprichwörtlichen Nähten platzt.  Für eine zweite Halle spricht die Tatsache, dass es im Ort neben zahlreichen Kindereinrichtungen vier Schulen gibt und eine erfreuliche Entwicklung der Geburtenzahlen für weiteren Zuwachs sorgt. Zudem wird das gewachsene sportliche Engagement zahlreicher Vereine gerade in Hinblick auf die Kinder- und Jugendarbeit durch fehlende Trainingszeiten gebremst. Und schließlich bietet die teilweise Verlagerung des Vereins- und Schulsports mehr Möglichkeiten zur Eventnutzung der Mittellandhalle. Kurzum, es gibt viele Gründe für den Bau einer weiteren Sporthalle.

Der Clou besteht darin, dass die neue Halle an den bestehenden Gebäudekomplex angegliedert wird. Gleichzeitig werden – so Barlebens Bürgermeister – mit der Umsetzung dieses Entwurfs einige bestehende bauliche und logistische Probleme der Mittellandhalle gelöst. In gut drei Wochen machte die Firma Geistlinger das Baugelände frei. Dabei wurden überraschenderweise nicht nur vier Skelette gefunden, die derzeit noch untersucht werden. Es stiegen die Kosten um 70.000 Euro, da der gemeindliche Wirtschaftshof dies aus Kapazitätsgründen nicht realisieren konnte. Die Ergebnisse der öffentlichen Ausschreibungen ergaben eine weitere Kostenerhöhung in Höhe von 165.000 Euro.

Die Kostenberechnung vom 18. Juli 2011 wird derzeit in den Gremien der Gemeinde beraten. Die Gesamtkosten inklusive der Planung belaufen sich danach auf ca. 5,8 Millionen Euro brutto für die Sporthalle II und ca. 3,3 Millionen Euro (brutto) für die funktionale Anbindung an die Mittellandhalle. Gegenüber der vorhergehenden Kostenschätzung ist dies eine Steigerung um ca. 1,1 Mio.  Euro. „ Einige Gründe habe ich vorab genannt, dazu kommen noch  Auflagen der Baugenehmigung von ca. 180.000 Euro,  Ausstattungskosten in Höhe von 40.000 Euro und  

Extrawünsche der Gemeinde in Höhe von rund 780.000 Euro. Dahinter verbergen sich zusätzliche Räume für den Vereinssport, ein IT- Serverraum und ein Blockheizkraftwerk mit Notstromfunktion für ein autarkes Katastrophenschutzzentrum“, erläuterte der Bürgermeister. 

„Das heißt, wir reden hier über Mehrkosten, die sachlich durch das verantwortliche Ingenieurbüro begründet wurden. Gegenteilige Äußerungen, die es gab, sind aus meiner Sicht einerseits emotional und unsachlich und andererseits gezielte Negativpropaganda gegen die bisherige Arbeit aller Beteiligten und somit gegen das gesamte Projekt und die Gemeinde. Aber das kennen wir ja schon – ausnahmslos jedes Großprojekt der Gemeinde musste damit leben.“ Für Staatssekretär Dr. Klaus Klang, der Sachsen-Anhalts Bauminister Thomas Webel vertrat und dessen beste Wünsche für das neue Projekt der Gemeinde überbrachte, ist Barleben eine gesunde Gemeinde, da sie in der Lage ist, ein solches Projekt zu realisieren. „Das spricht für Lebensqualität und den Standortvorteil Barlebens“, sagte der Staatssekretär.

Auf der Barleber Homepage ist unter „Leben in Barleben – Mittellandhalle“ ein Link eingebaut, unter dem man über zwei Webcams der Firma HTI die Bauarbeiten an der neuen Sporthalle verfolgen kann.

Bilduntertitel:
Während Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff und Staatssekretär Dr. Klaus Klang die im Grundstein eingelassenen Kartusche  verfüllen, verfolgen der Bundestagsabgeordnete und Ebendorfer Ortsbürgermeister Manfred Behrens sowie der Landtagsabgeordnete und Präsident des Kreissportbundes Ralf Geisthardt die Arbeiten.