Gesundheitsnetzwerk nimmt konkrete Züge an

Gesundheitsnetzwerk nimmt konkrete Züge an            


2011 gründete sich die Interessengemeinschaft Entwicklungsnetzwerk Barleben und Niedere Börde mit der Absicht, eine gemeindeübergreifende und beteiligungsorientierte Demografiestrategie zu erarbeiten. Am 21. März 2013 fand dazu das 1. Demografieforum statt, auf dem neun Schlüsselprojekte vorgestellt wurden. Ein wichtiges Vorhaben ist dabei das Gesundheitsnetzwerk Barleben und Niedere Börde. Dahinter verbirgt sich die Initiative von Vertretern der Heil- und Medizinalfachberufe, die in den Gemeinden Barleben und Niedere Börde durch ihre professionelle Arbeit zu einer guten und nachhaltig sicheren Gesundheitsversorgung und einer effektiven Gesundheitsvorsorge der Menschen aller Generationen beitragen. Die Initiatoren vertreten den Standunkt, dass nichts so gut ist, dass es nicht noch verbessert werden kann und wollen deshalb ihre Kräfte bündeln.

Kürzlich wurde auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit den Bürgermeistern der Gemeinden Niedere Börde, Erika Tholotowsky, und Barleben, Franz-Ulrich Keindorff, über konkrete Schritte des Gesundheitsnetzwerkes informiert. Ziel des Projektes, so Ulrich Korn als 1. Vorsitzender des im Dezember 2013 gegründeten Vereins, ist die Sicherstellung der ambulanten medizinischen und pflegerischen Versorgung für alle Bürger beider Gemeinden in hoher Qualität (einschl. Erreichbarkeit) und mit hoher Effektivität – auch im Zeichen des demografischen Wandels – durch Aufbau einer Kooperationsstruktur der Ärzte, Apotheken, Sanitätshäuser, stationären und mobilen Pflegeeinrichtungen, sozialen Einrichtungen, Fortbildungs- und Beratungseinrichtungen. Dazu soll umfassend und komplex über die lokalen Gesundheitseinrichtungen und Angebote informiert werden. Kommunikation und Kooperation, Vernetzung und Austausch, mehr Nähe zum Patienten - das sind die Strategien, mit denen die Gesundheitsnetzwerker den Konsequenzen des demografischen Wandels auf der einen und des sich abzeichnenden Fachkräftemangels auf der anderen Seite begegnen wollen.

Den Kontakt zu den Einwohnern aller Ortschaften der beiden Gemeinden sollen sogenannte Gesundheitslotsen herstellen. „Sie sollen als Vertreter des Gesundheitsnetzwerks in allen Ortschaften der beiden Gemeinden zu festen Zeiten präsent und für alle Bürger zu Fragen der Gesundheitsversorgung, der Gesundheitsvorsorge und Pflege ansprechbar sein“, informierte Sebastian Brunner, 2. Vorsitzender des Vereins und Arzt in Groß Ammensleben. Das könnte relativ zeitnah geschehen, wenn dazu zunächst gemeindliche Räumlichkeiten genutzt werden könnten. Die beiden Bürgermeister wollen sich dazu mit dem Verein verständigen. Über weitere Schritte und Vorhaben will der Verein Gesundheitsnetzwerk Barleben+Niedere Börde e. V. auf dem 1. Gesundheitstag am 12. Juli am Jersleber See informieren.

Bildtext: Die Mitglieder des Gesundheitsnetzwerkes Barleben + Nieder Börde nehmen zur Verbesserung und Kompetenzbündelung Themenbereiche, wie die ganzheitliche Gesundheitspflege, die Optimierung von Behandlungsprozessen sowie die Bereitstellung und Vermittlung von Informartionen über lokale Gesundheitseinrichtungen unter die Lupe.



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