Gemeinde Barleben in neuer EU-Initiative vertreten
Gemeinde Barleben in neuer EU-Initiative vertreten
Am Rande des vierten Treffens der "Task Force on Ukraine“ des Europäischen Ausschusses der Regionen (AdR) Anfang März (08.03.) in Brüssel, fand die Auftaktveranstaltung für eine neue „Peer-to-Peer“-Initiative der Task Force on Ukraine statt. Hierbei werden drei ukrainische Einheitsgemeinden sowie zwei Regionen mit der gleichen Anzahl an Gebietskörperschaften aus Mitgliedsstaaten der EU in Verbindung gebracht, um in den Austausch zu aktuellen Themen zu treten sowie partnerschaftlich an der Entwicklung ihrer Gemeinden mitzuwirken. Eine der drei ausgewählten EU-Gemeinden ist die Einheitsgemeinde Barleben aus Sachsen-Anhalt, die durch Sven Fricke, Leiter des Unternehmerbüros der Gemeinde Barleben, vertreten wurde. Barlebens Partner innerhalb der Peer-to-Peer-Initiative ist die ukrainische Gemeinde Shyroke aus der Region Saporischschja. Zu dieser Region, deren Gebietshauptstadt Saporischschja seit 2008 Partnerstadt der Landeshauptstadt Magdeburg ist, unterhält das Land Sachsen-Anhalt seit einigen Jahren Kontakte.
In einem Workshop unter der fachkundigen Leitung der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), arbeiteten die Vertreter Barlebens und Shyrokes heraus, das Thema Unterstützung bzw. Ansiedlung von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) in den Vordergrund der Kooperation zu stellen.
Vor wenigen Wochen hatten Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Shyroke bereits Barleben besucht und sich dort unter anderem intensiv mit dem dortigen Technologiepark Ostfalen sowie dem Konzept eines Innovations- und Gründerzentrums auseinandergesetzt. Sven Fricke: „Ich freue mich sehr, dass wir mit unserer erfolgreichen Arbeit an dem im Herzen Europas gelegenen Wirtschaftsstandort Barleben ein gutes Beispiel für die internationale Zusammenarbeit geben und die Gemeinde Shyroke mit unserem Know-how unterstützen können."
Die Ukraine befindet sich derzeit in einem bedeutenden Reformprozess. Dabei darf die Dezentralisierung als die Wichtigste aller Reformen bezeichnet werden. Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes erhalten die lokalen Gebietskörperschaften weitreichende Befugnisse. Bürgermeister und Gemeinderäte der neu zusammengelegten Gemeinden tragen nun wesentlich mehr Verantwortung. Die Bürger hingegen schauen viel genauer hin, was ihre gewählten Repräsentanten tun, und ob sie es gut tun.
Bildtext: Denis Korotenko (Bürgermeister Gemeinde Shyroke), Viktoria Agentaeva (Entwicklungsagentur Gemeinde Shyroke), Sören Herbst (AdR), Sven Fricke (Leiter Unternehmerbüro Gemeinde Barleben) v. l.