Fast 6 Millionen Euro für Breitbanderschließung erhalten
Fast 6 Millionen Euro für Breitbanderschließung erhalten
Bund gibt Förderbescheid an Gemeinde Barleben
Die Gemeinde Barleben hat im März (21.03.) einen Förderbescheid über fast sechs Millionen Euro zur Unterstützung des Breitbandausbaus erhalten. In Berlin hat Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, den Zuwendungsbescheid an Sven Fricke, Leiter des Unternehmerbüros der Gemeinde Barleben, übergeben. Damit ist der finanzielle Weg für das schnelle Internet geebnet. Schnell muss auch der Ausbau umgesetzt werden. Laut Förderbescheid muss bis zum 31.12.2018 die passive Infrastruktur geschaffen werden und somit die Voraussetzung für das Betreibermodell, für das die Gemeinde Barleben sich nach einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung entschieden hat. Beim Betreibermodell tätigt die öffentliche Hand die Investition in das Netz und verpachtet dieses an einen Netzbetreiber. Der Vorteil: Der Mittelrückfluss kann zur Refinanzierung der ursprünglich getätigten Investitionssumme und darüber hinaus für den künftigen Netzausbau eingesetzt werden.
Im Rahmen der Ausbaumaßnahme stehen Tiefbauarbeiten auf einer Länge von 91 Kilometer an. Insgesamt 473 Kilometer Glasfaserkabel müssen verlegt werden. Der Ausbau erfolgt clusterweise, das heißt in genau festgelegten Gebieten. Es wird allerdings erst ausgebaut, wenn genügend Privathaushalte und Unternehmen in einem Cluster ihr Interesse an den schnellen Internetanschlüssen bekunden und Vorverträge mit dem Netzbetreiber abschließen. Abhängig von der Vertragsart (Privat oder Unternehmen) reicht eine Quote von 47 Prozent, mal auch erst von 60 Prozent.
Neben der Gemeinde Barleben haben sieben weitere Mitgliedskommunen der „Arbeitsgruppe Breitband“ unter der Federführung des Landkreises Börde Förderbescheide mit einem Gesamtvolumen von 95 Millionen Euro erhalten.
Die Förderung durch den Bund beträgt jeweils 50 Prozent des Ausbauvorhabens. Die jeweils restlichen 50 Prozent müssen die Kommunen mittels günstiger Kredite finanzieren.
Bildtext: Berlin: Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Sven Fricke, Leiter des Unternehmerbüros der Gemeinde Barleben, bei der Übergabe des Förderbescheides (v.l.).
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