Eröffnung der neuen Schimpansenanlage im Magdeburger Zoo

Eröffnung der neuen Schimpansenanlage im Magdeburger Zoo           

Eine abwechslungsreiche, natürlich gestaltete Außenanlage auf 1500 Quadratmeter Fläche mit Kletter- sowie Beschäftigungsmöglichkeiten und ein üppig bepflanztes Tropenhaus mit 1000 Quadratmeter Fläche sind der neue Lebensbereich der nunmehr zehnköpfigen Schimpansenfamilie im Magdeburger Zoo. Am 17. Juli dieses Jahres wurde das für 3,1 Millionen Euro gebaute Menschenaffenhaus mit dem traditionellen Scherenschnitt freigegeben. Aber nicht nur Schimpansen ziehen in das neue Areal ein, auch Flamingos, Stumpfkrokodile und tropische Fische haben hier eine neue Heimat gefunden.

Das neue Highlight im Magdeburger Zoo sind natürlich die zehn Schimpansen. Die alteingesessenen Nana und Wubbo müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden, ehe sie die unmittelbare Bekanntschaft mit den acht neuen Primaten aus dem Allwetterzoo Münster machen können. In den nächsten Tagen und Wochen kommt es nun darauf an, die Tiere an die neue Innen- und Außenanlage zu gewöhnen. Diese Aktion wird mit Spannung verfolgt, denn die Umsiedlung einer ganzen Schimpansengruppe ist sehr selten, aber ein Vorteil für Magdeburg. Dem Magdeburger Zoo kamen neue Haltungsvorschriften zugute. Weil der Zoo Münster die neuen Vorschriften für die Menschenaffenhaltung nicht mehr vollständig erfüllen kann und sich deshalb entweder von seinen Schimpansen oder seinen Gorillas verabschieden musste, ließ Magdeburgs Zoochef Kai Perret alte Verbindungen spielen: „Als klar war, dass Münster die Gorillas behält, habe ich sofort meinen alten Chef dort im Zoo angerufen und ihm von unserem wunderbaren neuen Affenhaus erzählt und dass wir die Schimpansen sehr gern nehmen würden.“

Vor der offiziellen Eröffnung des neuen Menschenaffenhauses fachsimpelte Zoodirektor Dr. Kai Perret gemeinsam mit Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff, Magdeburgs OB Dr. Lutz Trümper und Theo Pagel, Direktor des Kölner Zoos und seit Juni 2013 Präsident des Verbands Deutscher Zoodirektoren, über die Attraktivität des Magdeburger Zoos. Alle waren sich in ihrem Urteil einig, dass dies ein großer Tag für den Magdeburger Zoo ist. Dr. Kai Perret dankte allen, die an der Entwicklung der letzten Jahre ihren Anteil hatten und hob dabei die Unterstützung der Gemeinde Barleben hervor. „Der Zoo in der Landeshauptstadt ist eine regionale Einrichtung, so dass wir im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit in einer gGmbH den Zoo finanziell unterstützen“, sagte Barlebens Bürgermeister. Aufgrund der aktuellen Haushaltslage konnte Franz-Ulrich Keindorff keine verbindliche Aussage treffen, wie sich die Gemeinde als Mitgesellschafter der Zoo gGmbh weiterhin finanziell engagieren kann.
Theo Pagel lobte indes die Veränderungen im Magdeburger Zoo über den sprichwörtlichen grünen Klee und sieht Magdeburg im Ranking der deutschen zoologischen Gärten auf der Überholspur. „Magdeburg ist nicht fit für die Zukunft, Magdeburg ist bereits in der Zukunft.“

Bildtext: Mit dem traditionellen Scherenschnitt gaben Theo Pagel, Dr. Kai Perret, Dr. Lutz Trümper und Franz-Ulrich Keindorff (v.l.) das neue Menschenaffenhaus frei.





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