Demokratiekonferenz - Themeninseln sollen Impulse geben
Demokratiekonferenz – Themeninseln sollen Impulse geben
Um Möglichkeiten zur Stärkung der Demokratie im ländlichen Raum aufzudecken und zu diskutieren, haben sich Vertreter des Landkreises Börde, der Gemeinden sowie verschiedener sozialer Einrichtungen zur Demokratiekonferenz in Haldensleben getroffen. Rund 100 Teilnehmer waren der Einladung von Nicole Fiber, Koordinatorin für Demokratie und Toleranz im Landkreis Börde, in die Kulturfabrik in der Kreisstadt gefolgt.
Zur Einführung stellte Christian Randel von der Regiestelle „Demokratie leben!“ vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das gleichnamige Projekt vor. Seit 2015 fördert das Bundesprogramm in sogenannten lokalen Partnerschaften ziviles Engagement und demokratisches Verhalten auf kommunaler, regionaler und überregionaler Ebene. Dafür stehen 104 Millionen Euro zur Verfügung. Bundesweit gibt es bereits 232 Partnerschaften. In Sachsen-Anhalt sind es 18 und im Landkreis Börde eine. Der ländliche Raum hat allerdings eine enorme Bedeutung. Daher ist der Aktionsfond des Landkreises Börde, aus dem konkrete Einzelmaßnahmen finanziert werden, ab 2017 auf 100.000 Euro verdoppelt worden.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen vier sogenannte Themeninseln, bei denen sich die Teilnehmer über positive Erfahrungen bereits praktizierter Beispiele zur Demokratiestärkung austauschen konnten. Sich daraus ergebene Herausforderungen und auch negative Erkenntnisse wurden ebenso besprochen. Gesprächsleiter der Themeninsel „Demokratie und ländlicher Raum“ war Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff. Mit der Aussage, dass Institutionen wie zum Beispiel die Jugendfeuerwehr, ein Schützenverein oder ein Kinder- und Jugendgemeinderat besonders im ländlichen Raum wichtig sind für den Zugang zur Demokratiearbeit, gab er einen wichtigen Impuls und regte die Gespräche an. Die Teilnehmer befanden, dass es zukünftig mehr Vernetzung geben müsse zum Beispiel zwischen den ansässigen Vereinen und dass die Schulen und Vereine enger zusammen arbeiten sollten. Der jungen Generation das Gefühl zu geben, sie in den Gestaltungsprozess einzubeziehen, ist von großer Bedeutung und eine besondere Aufgabe. Viel Applaus erntete Keindorff für die Forderung, nach der unbürokratischen Bereitstellung der Fördermittel im Jahr 2017.
Weitere Themeninseln waren „Demokratie und Engagement“, „Demokratie und soziale Medien“ und „Demokratie und Verein“, geleitet von der Bürgermeisterin der Hohen Börde, Steffi Trittel, der Jugendbildungsreferentin Aline Felger und Antje Prilloff, Jugendsozialarbeiterin.
Bildtext: Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff leitete eine der vier Themeninseln bei der Demokratiekonferenz in Haldensleben.
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