Amazonien im Magdeburger Zoo wird Lesesaal für drei Schulklassen
Zum achten Mal hatten die Stiftung Lesen und DIE ZEIT gemeinsam mit der Deutschen Bahn vergangene Woche zum bundesweiten Vorlesetag aufgerufen. Der Aktionstag folgt der Idee, dass jeder, der Spaß am Vorlesen hat, an diesem Tag anderen vorliest – zum Beispiel in einer Schule, einem Kindergarten, einer Bibliothek oder in einer Buchhandlung.
Jeder Vorleseort und jede Vorlesesituation ist denkbar. So ist es nicht verwunderlich, dass Barlebens Bürgermeister Franz- Ulrich Keindorff und Magdeburgs Zoo-Direktor Dr. Kai Perret eine außergewöhnliche Idee hatten. Sie erkoren das Tapirhaus im neuen Amazonien-Komplex des Zoos als Lesesaal auf Zeit aus. Und drei Klassen aus den Magdeburger Grundschulen „An der Klosterwuhne“, „Am Vogelgesang“ und „Am Westernplan“ nahmen das Angebot dankbar an.
Zunächst galt es für den Zoochef, ein paar praktische Fragen zu klären, wie denn Tapire, Capybaras und Nasenbären als Südamerikabewohner in dieser WG der besonderen Art klar kommen. Dann aber hatten die Vorleser das Wort.
Barlebens Bürgermeister hatte sich in einer FDP-Runde mit dem Bundestagsabgeordneten Jens Ackermann, der Vorsitzenden des FDP-Kreisverbandes Magdeburg, Dr. Lydia Hüskens, und Lydia Krüger, Projektbegleiterin der Gemeinde Barleben, verstärkt. Das Trio hatte für die Schüler unterschiedliche Stoffe ausgewählt.
Dr. Lydia Hüskens las beispielsweise aus dem „Herr der Diebe“. Jens Ackermann hatte Passagen aus dem Werk „Die kleine Hexe“ ausgesucht. Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff setzte nicht zuletzt durch die Tierpatenschaft der Gemeinde mit der Elefantendame Mwana auf das Büchlein „Mit Elefanten spricht man nicht“. Und hielt sich an diesem Tag auf Grund einer fürchterlichen Erkältung auch daran und überließ Lydia Krüger den Part am Vorlesetag. Die Schüler der drei Klassen waren jedenfalls vom Vorlesetag in diesem besonderen Ambiente mehr als angetan.
Bildunterschrift: Das Tapierhaus im Magdeburger Zoo hatte sich das FDP-Team am Vorlesetag ausgesucht. Dabei Dr. Lydia Hüskens, Jens Ackermann, Lydia Krüger und Franz-Ulrich Keindorff (von rechts).