9. Fest der Meitzendorfer Vereine
Am ersten Samstag im November vermittelt die Ortschaft Meitzendorf einen tristen Eindruck. Der Ort scheint wie ausgestorben. Doch halt, im Dorfgemeinschaftshaus, wo sich der größte Teil der Einwohner versammelt hat, rockt der Bär.
Am 5. November ging das mittlerweile 9. Fest der Vereine über die Bühne. Meitzendorfer Vereine erfreuten mit einem bunt gemixten und wie immer handgemachten Programm die Zuschauer. Vor Jahresfrist hieß es, dass das Feuerwerk dieses vielschichtigen Programms der achten Auflage kaum noch zu toppen sein wird.
Doch wie immer in der Vergangenheit wurden die Gäste eines besseren belehrt. Die rund 90 Mitwirkenden, die von zahlreichen „verdeckten“ Gruppierungen unterstützt wurden, brannten einmal mehr ein wahres Feuerwerk handgemachter Unterhaltungskunst ab.
Nach der Eröffnung durch Christel Büchner, Vereinsvorsitzende des MKSV, unterstrich Klaus-Dieter Balko als Festredner und Moderator seine einsame Klasse. Den Anfang im vielseitigen Programm machte einmal mehr die Kinderfeuerwehr und zeigte sich tierisch in Bewegung. Ihre spezielle Verbindung zum Aldi-Lager und anderen Gewerben der Gemeinde demonstrieren die Hupfdohlen, die bei ihrem ersten Auftritt des Abends von Mitgliedern des Tischtennisvereins unterstützt wurden.
Bella Italia – Sommer, Sonne, Sand und Bienen umrahmten den schwungvollen Auftritt des Meitzendorfer MKSV-Chores. Auch so kann man die verwegenen 60er Jahre in Szene setzen. Auf die Schippe nahmen Mitglieder des Anglervereins die RTL-Chose um das Supertalent. Kaum zu glauben, dass man mit einem überdimensionalen und Bierbüchsen zertrümmernden XXL-Busen nicht an Dieter Bohlen und Co. vorbei und in die zweite Runde kommt. Dafür demonstrierten die Hupfdohlen in ihrem zweiten Auftritt die mitunter wundersame Synthese zwischen Himmel und Hölle.
In die Brandstifter-Darbietung der Jugendfeuerwehr wurde Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff einbezogen. Nicht am C-Rohr, sondern in den Armen von Madeline Schumann beim Wiener Walzer. Das Programm lebte auch von Fantasien. Wie bei der eigenwilligen Nachdichtung des Märchens von Rotkäppchen und dem bösen Wolf. Da hieß es nur, alles bislang von den Gebrüdern Grimm überlieferte über Bord zu werfen.
Diese von sensationellem Einbau gängiger Schlager- und Rocksongs lebende Version ist jedenfalls nicht die schlechteste. Dieser Stimmungsmacher war der Höhepunkt eines alles in allem tollen Programms. Für den Bürgermeister war da nichts mehr hinzuzufügen. Bis auf ein Dankeschön an alle, die Anteil an diesem einmal mehr gelungenen Fest der Vereine haben.
Bildunterschrift: Hier wird Dorfgemeinschaft großgeschrieben – Das Fest der Meitzendorfer Vereine bringt Jung und Alt zusammen. Das Programm war angelehnt an viele skurrile Fernsehshows aus dem deutschen TV.