27. Februar - Rettet das Schiffshebewerk

 Es ist fünf Minuten vor zwölf für das Schiffshebewerk Rothensee. Das technische Denkmal soll nicht nur stillgelegt werden, es gibt sogar Pläne, es einzubetonieren.

„Das darf auf keinen Fall passieren“, sagt der Barleber Wolfgang Güldenpfennig, Medaillengewinner der olympischen Spiele von München und Montreal. Neben der Kanalbrücke ist das technisch voll funktionierende Bauwerk die Touristenattraktion unserer Region, verteidigt der ehemalige Ruderer den fast 70 Jahre alten Schiffsfahrstuhl.

Auch Bernd Duvigneau aus Ebendorf, ehemaliger Kanurennsportler und Olympiasieger ist fassungslos. „Tourismus ist ein immer stärker werdender Wirtschaftszweig, den gerade unsere Region braucht und 100 000 Besucher am Schiffshebewerk im Jahr belegen das wohl deutlich.“

Die beiden ehemaligen Weltklassewassersportler setzten am 24. Februar gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Barleben, Franz-Ulrich Keindorff, ihre Unterschrift gegen die geplante Stilllegung auf eine Protestliste (siehe Foto).

Wir finden diese Unterschriftenaktion unbedingt notwendig, sagt Keindorff. Deshalb beteiligt sich auch die Gemeinde Barleben an der Rettungsaktion. Ab Montag liegen in der Barleber Gemeindeverwaltung und in den Ortschaftsbüros Unterschriftenlisten aus, in die sich nicht nur die Bürger aus Ebendorf, Barleben und Meitzendorf eintragen können. Die Unterschriften werden der Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgelegt um, doch noch eine Wende im Kampf um den Erhalt des einzigen funktionierenden Zwei-Schwimmer-Schiffshebewerks der Welt zu erreichen.