19. Februar - Bürgerarbeit - Barleben startet Modellprojekt

 

Der Startschuss für die Barleber Bürgerarbeit, ein Pilotprojekt des Wirtschaftsministeriums und der Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt, begann mit einer Pressekonferenz im Barleber Rathaussaal. Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff und Rainer Bomba, Geschäftsführer Operativ der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit, informierten die anwesenden Journalisten über Sinn und Ziel des gemeinsamen Projekts.

 Ziel ist es, nicht Arbeitslosigkeit, sondern Arbeit zu finanzieren. Dabei wird jeder Arbeitslose nach ausführlichen Gesprächen neu vermittelt – in den ersten Arbeitsmarkt, in eine Qualifi kation oder zur Bürgerarbeit. Wer keine dieser Angebote wahrnimmt, wird abgemeldet und erhält keine weiteren Zahlungen. Das Projekt soll langfristig ein bundesweites arbeitsmarktpolitisches Instrument werden.
In Barleben waren bis zum Beginn der Vorgespräche 360 Frauen und Männer im Ort arbeitslos gemeldet. 134 von ihnen haben inzwischen ihre Arbeitslosigkeit beendet. 

36 Personen, mehr als ein Viertel von ihnen, haben jetzt eine Stelle auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden oder sich selbständig gemacht. Zwölf arbeitslos gemeldete Barleber ignorierten allerdings alle Einladungen zum Gespräch und wurden aus der Arbeitslosigkeit abgemeldet.  

Insgesamt sollen in Barleben 75 dauerhafte Bürgerarbeit-Stellen entstehen. Die ersten Plätze sind bereits vergeben. So soll etwa ein Bürgerarbeiter eine Vereinsbroschüre für den Barlebener Skatsportverein herausgeben. Waltraut Menz hat sogar einen eigenen Schreibtisch im Vorzimmer von Ortsbürgermeister Reinhard Lüder. Sie koordiniert die Zusammenarbeit der über 40 Vereine, die es in Barleben gibt, sagt sie. Und Annelie Frase, ausgebildete Archivarin, inventarisiert fachmännisch die angesammelten historischen Gegenstände. (Fotos)