Neue Ausstellung in Barleber Heimatstube

Neue Ausstellung in Barleber Heimatstube
Der Barleber Fritz Kater gehörte vor 120 Jahren zu den Mitbegründern der Volksstimme. Das dokumentiert seit dem letzten Augusttag eine Ausstellung in der Heimatstube des Ortes. Sie ist das Ergebnis zweijähriger Forschungstätigkeit des Heimatvereins und ist immer dienstags von 15 bis 18 Uhr zugänglich.
Die kleine Sonderausstellung ist Bestandteil des Konzepts des Barleber Heimatvereins, Persönlichkeiten des Ortes vorzustellen. Fritz Kater lebte von 1861 bis 1945. Er wurde am 19. Dezember 1861 geboren, noch im gleichen Jahr in Barleben getauft. Im Ort ging er zur Schule und machte eine Maurerlehre. Politisch wurde er durch die Zeit der Sozialistengesetzte geprägt. Der gelernte Maurer und spätere Buchhändler und Verleger in Berlin trat 1908 aus der SPD aus und schloss sich der syndikalistischen Bewegung an.
(Syndikalismus ist eine Weiterentwicklung des Gewerkschafts-Sozialismus, die von dem französischen Anarchisten Pierre-Joseph Proudhon begründet wurde. Der Syndikalismus propagiert die Aneignung von Produktionsmitteln durch die Gewerkschaften, die dann auch an Stelle politischer Stellvertreter die Verwaltung organisieren. Dabei bilden Streik und Sabotage die Mittel der Syndikalisten; parlamentarische Bestrebungen werden abgelehnt.)
Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff und Ortsbürgermeister Horst Blume würdigten bei der Eröffnung des neuen Teils der Ausstellung das Bemühen des Heimatvereins, Persönlichkeiten des Ortes auf diese Art und Weise vorzustellen.