Mehr als 100 Gäste beim Neujahrsempfang der Gemeinde Barleben
Neujahrsempfang der Gemeinde Barleben
Nach einer Pause im Jahr 2015 konnte Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff zum Neujahrsempfang der Gemeinde Barleben Mitte Januar über 100 Gäste aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Bildung, Kultur und Sport begrüßen. Unter ihnen der Minister für Inneres und Sport, Holger Stahlknecht, Landrat Hans Walker sowie die Ortsbürgermeister Manfred Behrens, Frank Nase und Bernhard Niebuhr.
Mit der „Silbernen Ehrenplakette“ der Gemeinde wurden Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen, Landwirt Joachim Dorendorf, Hotelier Wido Wischeropp und FSV-Vizepräsident Andreas Ibe ausgezeichnet.
Barlebens Bürgermeister beschäftigte sich in seiner Festrede zunächst mit den Finanzen. Mit den kleinen, wie den durch alle Gäste des Neujahrsempfangs zu entrichtenden Obolus, und den großen, die der Gemeinde in den letzten beiden Jahren erhebliches Kopfzerbrechen bereiteten. „Im vergangenen Jahr 2015 musste unsere Gemeinde große Herausforderungen, vor allem bezüglich der finanziellen Lage, meistern. Und obwohl statt der voraussichtlich geplanten 6,3 Mio Euro am Jahresende 8,6 Mio Euro an Steuereinnahmen verbucht werden konnten, gab es keinen Tag, an dem die Haushaltslage nicht Thema in der Verwaltung war, da es keinen genehmigten Haushalt gab.“ Franz-Ulrich Keindorff wies darauf hin, dass die Gemeinde in den Augen von Finanzminister Bullerjahn offensichtlich als überreiche Gemeinde gilt und für die beiden letzten finanztechnisch kritischen Jahre 2014 und 2015 auch noch rund fünf Millionen Euro Umlage nach dem Finanzausgleichsgesetz zahlen soll. Als Solidarbeitrag für andere Kommunen – oder doch für die Sanierung des Landeshaushaltes?, fragte der Bürgermeister. „Die Folgen solcher Umlagebescheide treffen unsere Steuerzahler. Egal, ob Bürger oder Unternehmer. In diesem Zusammenhang sind auch die Mehrkosten für alle Beteiligten durch die Umsetzung des neuen KiFöG und die damit verbundenen geforderten Maßnahmen der Landesregierung erwähnenswert.“ Es gibt – so Barlebens Gemeindeoberhaupt – selbstverständlich aber auch Positives zu vermelden. „Die Beschäftigtenquote liegt auf sehr hohem Niveau, Handel und Gewerbe haben gute Umsätze erzielt, die Auftragsbücher der Unternehmen sind gefüllt. Die Arbeitslosenquote im Arbeitsamtsbezirk Wolmirstedt, zu dem auch Barleben zählt, beträgt 5,3 %, das ist die niedrigste Quote im gesamten Land. Das sind erfreuliche Ergebnisse für die Beschäftigten und ihre Familien, für die hiesigen Betriebe und Läden, für Barleben insgesamt. Von dieser guten Wirtschaftslage werden wir als Gemeinde in den nächsten Jahren wieder mehr profitieren, als es 2014 und 2015 der Fall war.“ Nach einem Exkurs durch die Barleber Wirtschaft und die Kinderbetreuuung und Bildung widmete sich Franz-Ulrich Keindorff abschließend dem Ehrenamt. „Ich halte es für eine Stärke unserer Gemeinde, dass viele Barleberinnen und Barleber Verantwortung für ihren Ort übernehmen und sich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl hervorragend engagieren. Vieles, was unsere Ortschaften lebens- und liebenswert macht, geht auf ihr Handeln oder ihre Initiativen zurück. Ehrenamtlich Engagierte sorgen für ein lebendiges Vereinsleben, sie helfen Bedürftigen, sie wirken in der Nachbarschaft. Sie stärken den Zusammenhalt in unseren drei Orten. Deshalb möchte ich allen, die in und für unsere Gemeinde ehrenamtlich aktiv sind, ganz herzlich danken. Und ich kann sie nur bitten, sich weiterhin zu engagieren.“
Bildtext: Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff holte die vier Ausgezeichneten Rolf Claußen, Wido Wischeropp, Andreas Ibe und Joachim Dorendorf (v. l.) und die Majestäten
für ein gemeinsames Foto zusammen.