Freiwillige Feuerwehr Meitzendorf feiert mit einem großen Festumzug 150-jähriges Bestehen
Freiwillige Feuerwehr Meitzendorf feiert mit einem großen Festumzug 150-jähriges Bestehen
Meitzendorfs Feuerwehr besteht im September 150 Jahre. Höhepunkt der Jubiläums-Feierlichkeiten war nach der Fahnenweihe am 11. September in der Meitzendorfer Kirche der große Festumzug am 13. September dieses Jahres, an dem neben Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff auch Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht teilnahm. Die Kolonne aus 18 Einsatzfahrzeugen und etwa 300 Personen aus der Verwaltung, der Politik, den Vereinen und den umliegenden Wehren schlängelte sich durch Meitzendorf bis sie am Festplatz „Unter den Weiden“ ankam und dort von zahlreichen Besuchern empfangen wurde.
Die Feuerwehr Meitzendorf wurde erstmals im Jahre 1864 erwähnt. Seit 1884 ist die Rede von einer „Freiwilligen Feuerwehr“. Die davor gegründete Wehr war vermutlich eine Pflichtfeuerwehr. Das erste Feuerwehrhaus wurde im Jahre 1892 am heutigen Bahnhof errichtet. Der Backsteinschuppen hatte zwei Holztore und bot somit neben einer Umkleidemöglichkeit auch Platz für Gerätschaften. Das zweite Feuerwehrgerätehaus fand nicht fernab der Kirche Sankt Petri seinen Platz. Auf dem heutigen Kirchplatz bot das zweistöckige Backsteingebäude neben den vorigen Möglichkeiten auch Platz, um Material zu lagern und Schläuche zu trocknen. Nicht nur die Nähe zur Ortsmitte war wohl Grund für diesen Standort, auch die schnelle Erreichbarkeit zu den großen Gutshöfen und der Schule bot sich an.
Das dritte Feuerwehrhaus wurde 1960 errichtet und gab auf 121 Quadratmeter Platz für zwei Stellplätze, Garderoben für die Einsatzbekleidung und Lagermöglichkeiten für Reservematerialien. Das damals zum Großteil in Eigenleistung errichtete Gebäude war für die zu DDR-Zeiten eingestellte Technik völlig ausreichend.
Nach der Wende und der dynamischen Entwicklung Meitzendorfs mit Logistikzentren, Speditionen, Farb- und Malerfirmen, Kühllagern, Maschinenbaufirmen im Gewerbegebiet sowie neuen Wohngebieten musste auch der Brandschutz fortschrittlicher werden. 1996 begann der Ausbau des Gerätehauses in Meitzendorf. Mit viel Eigenleistung aus den Reihen der Feuerwehr sowie des Fußball- und Angelvereins wurde das gesamte Objekt auf 297 Quadratmeter erweitert. An das bestehende Gerätehaus wurden ein großer Versammlungsraum, eine Teeküche, Umkleideräume für den Sportverein und Sanitäranlagen angebaut. Seit diesem Zeitpunkt wurde diese Einrichtung auch für öffentliche Veranstaltungen genutzt. Das nun entstandene Objekt bot der Feuerwehr und den Vereinen Platz für eine optimale Arbeit.
Nach dem 1997 erworbenen TSF-W 750 HD (Tragkraftspritzenfahrzeug mit einem 750 Liter Wassertank und einer Hochdruckeinrichtung) wurde es eng in der Fahrzeughalle, sodass sich die Meitzendorfer vom Tragkraftspritzenanhänger (TSA 8/8) trennen mussten.
Durch den freiwilligen Zusammenschluss der ehemals selbständigen Gemeinden Barleben, Ebendorf und Meitzendorf zur Verwaltungsgemeinschaft Mittelland bzw. Einheitsgemeinde Barleben wurden die Ortsfeuerwehren der Gemeinde in den Status einer Schwerpunktfeuerwehr eingestuft. Das verlangte mehr Platz im Gerätehaus. Ein Anbauprojekt wurde verworfen, ein Neubau von den gemeindlichen Gremien favorisiert und beschlossen.
Am 8. September 2009 übergab Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff den symbolischen Schlüssel, den er zuvor von Hartmut Kiewitt vom begleitenden Ingenieurbüro erhalten hatte, an Ortswehrleiter Lars Bode. Die Meitzendorfer Ortsfeuerwehr hatte ihr neues Domizil bezogen. Durch die Neuanschaffung eines Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs in Ebendorf erhielten die Meitzendorfer Kameraden das dort genutzte Löschgruppenfahrzeug (LF 8/6). Da das Fahrzeug über neun Sitzplätze verfügt, kann Meitzendorf nun zum ersten Mal eine komplette Löschgruppe zum Einsatz bringen.
Bildtext: Der Festumzug mit 18 Einsatzfahrzeugen und etwa 300 Personen anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Meitzendorf führte durch die Ortschaft hin zum Festplatz. Neben Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff nahm auch Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht an dem Umzug teil.
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