Forum der Landwirtschaft in Barleben
Forum der Landwirtschaft in Barleben
Nach wie vor ist die Landwirtschaft ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Börde und der Region um Barleben. Den Beteiligten eine Plattform zum Austausch von Informationen, Erfahrungen und Wissen sowie der Identifikation von Synergien zu bieten, ist von enormer Bedeutung. Dies vorangestellt, trafen sich Landwirte aus den Gemeinden Barleben und der Niederen Börde, Vertreter von landwirtschaftlichen Betrieben und Agrargenossenschaften sowie Vertreter des Bauernverbandes und der Gemeindeverwaltung vor wenigen Wochen zu einem Forum der Landwirtschaft.
Auf der Tagesordnung standen unter anderem Informationen über ein Förderprogramm zur Neuanlage von Hecken und Feldgehölzen sowie des Umbaus von Hecken. Der Landschaftsarchitekt Wolfram Westhus erläuterte, dass Hecken und Feldgehölze ein wichtiger Schutz gegen Wind- und Wassererosion sind und entsprechende Vorhaben mit einer Obergrenze von 100.000 Euro mit einem nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben gemäß der Förderrichtlinie des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt gefördert werden.
Die Bürgermeisterin der Gemeinde Niedere Börde, Erika Tholotowsky, informierte die Teilnehmer über einen „Maschinenring“. Dabei handelt es sich um Spezialmaschinen wie einen Wegehobel und einen Freischneider, auf die die Gemeinden Niedere Börde, Barleben, die Stadt Wolmirstedt sowie ansässige Landwirte gleichermaßen je nach Bedarf zugreifen können. Der Landwirt Joachim Dorendorf aus Meitzendorf wies diesbezüglich darauf hin, dass wechselnde Nutzer und mangelndes Wissen über die richtige Bedienung der Spezialmaschinen nicht selten zu Bedienungsfehlern und damit zu teuren Reparaturen der Maschinen führen. Dorendorf regte eine personelle Verantwortlichkeit an.
Außerdem wollte der Meitzendorfer Landwirt noch ein anderes Thema auf die Agenda bringen. Zum Missfallen der ansässigen Landwirte wird der landwirtschaftliche Weg zwischen Meitzendorf und Wolmirstedt als nützliche Abkürzung zwischen den beiden Orten von vielen Autofahren genutzt. „Täglich fahren mehr als 200 Fahrzeuge diesen Weg entlang“, so Dorendorf. Der Weg ist allerdings in seiner Beschaffenheit nicht für den öffentlichen Verkehr ausgelegt. „Wenn sich Fahrzeuge begegnen und ausweichen, fahren sie die Seitenränder kaputt“, beklagt der Landwirt. Leider ist das kein Einzelfall. Die Problematik besteht landesweit. In anderen Gemeinden ging es sogar soweit, dass Schranken, die von den Landwirten oder den Kommunen aufgestellt wurden, umgehend wieder von Vandalen zerstört worden. Dorendorf bittet darum, dass mehr Kontrollen durch das Ordnungsamt der Gemeinde und durch die Polizei durchgeführt werden. Jens Sonnabend, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Gemeinde Barleben zeigte Verständnis für die Problematik. Grundsätzlich ist das Befahren dieser ländlichen Wege entsprechend § 24 des Landeswaldgesetzes Sachsen-Anhalt verboten. Die Gemeinde wird versuchen, regelmäßige Kontrollen durchzuführen. Natürlich in Abstimmung und Zusammenarbeit mit den zuständigen Regionalbereichsbeamten. Festgestellte Verstöße würden dann mit einem Bußgeld belegt.
Bildtext: Einmal im Jahr kommen Landwirte, Agrargenossenschaften, Bauernverband und die Gemeinden Barleben und Niedere Börde in Barleben für das Forum der Landwirtschaft zusammen.
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