Flüchtlingssituation nicht entspannt

Flüchtlingssituation nicht entspannt                                                   

Der Landkreis Börde hat während eines Treffens der hauptamtlichen Bürgermeister im Landkreis über den aktuellen Stand der Zuweisung, Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen informiert. Demnach sind dem Landkreis bisher 2.355 Flüchtlinge zugewiesen worden. Pro Woche kommen rund 130 Personen dazu. Laut einer Prognose werden es bis Jahresende insgesamt 3.000 Personen sein. Damit stößt der Landkreis allmählich an seine Kapazitätsgrenze. Aktuell gibt es 2.543 Plätze in Gemeinschafts- und Notunterkünften sowie in 185 Wohneinheiten in 21 Ortschaften. 15 weitere Wohneinheiten für ca. 50 Personen sind in Vorbereitung. Zurzeit prüft der Landkreis, ob die Schule in Angern als Notunterkunft eingerichtet werden kann.
Bezüglich der Kosten reicht der Pauschalbetrag von 8.600 Euro pro Asylbewerber und Jahr nicht aus, so der Landkreis und nennt tatsächliche Kosten von etwa 10.600 Euro. Von bisher 8,2 Millionen Euro Aufwendungen (ohne Personalkosten) für die Betreuung von  Flüchtlingen sind dem Landkreis erst 6,2 Millionen Euro vom Land erstattet worden.
Der Landkreis ist weiterhin auf der Suche nach Unterbringungsmöglichkeiten. Für die Aufnahme von unbegleiteten, minderjährigen Flüchtlingen werden Pflegefamilien und „Gasteltern“ für betreute Wohngruppen mit bis zu 10  Personen gesucht.
Kontakt: Fachdienst Migration, Frau Corinna Sladky, Telefon 03904-7240 2502

Kleingeistige Gerüchte: Die Verwaltung informiert, dass es derzeit keine Aktivitäten gibt, Immobilien und Gewerberäume an Investoren zu verkaufen oder zu vermitteln, die diese danach (aus Profitgier) zur Unterbringung von Flüchtlingen zu horrenden Mieten dem Landkreis anbieten. Auch sind keine Aktivitäten mit diesem Ziel von ansässigen Unternehmen bekannt. Damit entgegnet die Verwaltung den Gerüchten, ein ortsansässiger Unternehmer interessiere sich für lehrstehende Gewerbeflächen in der Ebendorfer Straße in Barleben und für das Gebäude, in dem sich die Barleber Krippe befindet, um die Immobilien zur Unterbringung für Flüchtlinge anzubieten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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