Ecole Standort wächst
Ecole Standort wächst
Seit einiger Zeit wird auf dem Gelände des Ecole-Gymnasiums in der Bahnhofstraße die ehemalige Werkhalle des einstigen Elektromotorenwerks Barleben in eine Turnhalle für Gymnasium und Grundschule umgewandelt. Im Mai ließen sich einige Mitglieder des Gemeinderates von Thomas Grosse, Vorstand der Ecole-Stiftung, und Architekt Peter Otto über den Baufortschritt und weitere Pläne informieren.
In der rund 60 Jahre alten Halle sollen nach dem Bau des neuen Dachs noch Sportflächen und Umkleide- und Sanitärräume entstehen. "Im Keller der Halle entstehen Räume für die Arbeitsgemeinschaften Kunst, MINT und ein Tonstudio mit den erforderlichen Sanitärräumen. Außerdem sind hier
Lager- und Archivräume für das Gymnasium und dessen Vereine geplant", führte Peter Otto aus. Dämmung, neue Fenster, Anschluss an die Heizung des Gymnasiums, Photovoltaik auf dem Dach - der Architekt beantwortete gern die Fragen von Bürgermeister Frank Nase und der Gemeinderats-Mitglieder.
Da der Werkhallencharakter in Anklängen erhalten bleiben soll, werden die Putzflächen der Wände nur ausgebessert und gestrichen. Die Sockel bestehen aus Riffelblech. Ein Sonnenschutz und eine automatische Lüftung sorgen für ei n angenehmes Raumklima.
Neben der Halle soll außerdem an der Bahnhofstraße unter dem Dach der Stiftung die "Ecole maternelle", ein bilingualer Kindergarten, entstehen, um die deutsch-französische Bildung in Barleben weiter voranzutreiben. Die Kindereinrichtung wird über eine Brücke mit dem Außengelände der benachbarten Kita "Gut Arnstedt" verbunden. Der Träger des neuen Kindergartens wird die Bodelschwingh-Haus Wolmirstedt Stiftung sein, die bereits die Kita „Gut Arnstedt“ und den Hort der Ecole-Grundschule betreibt.
60 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren sollen in vier Gruppen dort wachsen und gedeihen, wie Peter Otto ausführte.
Gebaut wird nachhaltig aus Massivholz und Holzwerkstoffen, die langfristig Kohlenstoffdioxid aus der Atmosphäre binden. Auf dem Dach kommt Photovoltaik zum Einsatz, die Räume werden über Infrarot-Heizkörper geheizt. Ein automatisches Lüftungssystem sorgt auch hier für einen optimalen Luftaustausch. Gruppen- und Sanitärräume, Räume für Personal und Therapien sowie eine Kinderküche runden den Bau ab. Das Highlight für die Kinder dürfte allerdings die Rutsche sein, die vom Übergang des Neubaus direkt in das Freigelände der Nachbareinrichtung führt.
Bildtext: Architekt Peter Otto erläutert die Umbaupläne einer alten Werkhalle zur Turnhalle auf dem Gelände des Ecole-Gymnasiums in Barleben.
Bildtext: Bei der Besichtigung der Halle bringt Ecole-Stiftungsvorstand Thomas Grosse (3.v.l.) Gemeindebürgermeister Frank Nase (5.v.l.) auf den Aktuellen Stand der Bauarbeiten.