Deutsche Zwerghühner im Magdeburger Zoo zu sehen
Der Magdeburger Zoo ist um eine kleine, aber feine Attraktion reicher. Am 11. August 2011 wurde die Voliere mit einheimischen Deutschen Zwerghühnern offiziell eingeweiht. Gemeinsam mit Zoodirektor Dr. Kai Perret gaben die Macher des Projektes, Züchter und Hauptorganisator Hendrik Fries und Barlebens Bürgermeister Franz- Ulrich Keindorff, den Weg der Zwerghuhn-Familie in die Voliere frei.
Damit können die Zoobesucher in der Präsentation von insgesamt 700 Tieren auch eine weitere heimische Rasse bewundern. Und die ist für die Magdeburger Einrichtung prädestiniert, denn die erstmals 1917 ausgestellten Deutschen Zwerghühner traten in den 20-er Jahren des vorigen Jahrhunderts von Magdeburg aus den Weg in die Züchtervolieren des In- und Auslandes an.
Dabei war der Weg der Zwerghühner von der Anlage in Eggersdorf, wo Hendrik Fries als Geschäftsführer der Gewerbepark Mittelelbe GmbH und 2. Vorsitzender des Sondervereins Deutscher Zwerghühner zu Haus ist, bis in die neue Voliere des Magdeburger Zoos eher außergewöhnlich. Kontakte dafür wurden nämlich vor gut einem Jahr am Rande der Expo in Shanghai geknüpft, wo beim Besuch einer sachsen-anhaltischen Wirtschaftsdelegation Hendrik Fries und Barlebens Bürgermeister Franz- Ulrich Keindorff als exponierte Züchter ins Gespräch kamen. Nach der Devise „Das wäre doch etwas für unseren Magdeburger Zoo“ wurde Direktor Dr. Kai Perret ins Boot geholt. Zwölf Monate später kann nun das Ergebnis in Augenschein genommen werden.
Die Deutschen Zwerghühner sind ein weiterer Farbtupfer des Magdeburger Zoos, in dem 29 Zootierpfleger und sechs Auszubildende mit der Haltung und Zucht von 150 Tierarten beschäftigt sind. Über ihre Arbeit verschaffen sich jährlich über 200.000 Zoobesucher einen Eindruck. Wie Direktor Dr. Kai Perret informiert, ist der Magdeburger Zoo mit über 40 Tierarten an internationalen Erhaltungszuchtprogrammen beteiligt. „Zoos sind schon seit fast 40 Jahren angehalten, genetisch gesunde Reservepopulationen aufzubauen, die auch für Auswilderungen genutzt werden können, um gefährdete Tierarten zu retten.“
Erst im vergangenen Jahr wurden Habichtskäuze, die im Magdeburger Zoo geschlüpft sind, in Österreich wieder ausgewildert. Zu den weiteren vielfältigen Aktivitäten des Magdeburger Zoos gehört auch die Aktion zum Schutz des Schneeleoparden. Der ist weiterhin in Gefahr – Grund genug für den Zoo Magdeburg, auf den notwendigen Schutz aufmerksam zu machen. Mit der „Aktion Naturschutz“ verknüpft der Zoo seine Bemühungen auf dem Gebiet der Zucht bedrohter Tiere mit den Aktivitäten einzelner Artenschutz-Projekte, die sich um den Schutz der Art direkt vor Ort bemühen. So erhalten zur Zeit Schutz- Projekte für Schneeleoparden in Indien, Spitzmaulnashörner in Namibia und Humboldt-Pinguine in Chile regelmäßig finanzielle Unterstützung von Seiten des Zoos.
Und zu den vielfältigen Aktivitäten gehören auch zahlreiche Veranstaltungen, mit denen der Zoobesuch attraktiver und anziehender gemacht werden soll. Wie beispielsweise am 20. August mit der 1. Magdeburger Zoonacht. Zur nächtlichen Entdeckungstour laden die FestungMark und der Zoo gemeinsam ein. Der phantasievoll illuminierte Zoo bietet am 20. August ungewöhnliche Einblicke in die Tierwelt. Ein facettenreiches Programm mit Musiker, Jongleure, Gaukler, Artisten u.v.m. sorgen für eine besondere Atmosphäre bis Mitternacht. Das Kinderprogramm begeistert mit einem vertonten Dschungelbuch, der Tierischen Olympiade, der Kindershow Flugträumer u.v.m.
Bilduntertitel:
Auf dem Foto an der Voliere der Deutschen Zwerghühner im Magdeburger Zoo: Direktor Kai Perret, Lydia Krüger, Projektkoordinatorin der Gemeinde Barleben, Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff und Hauptorganisator Hendrik Fries. (v.l.).