Biberdämme bereiten Sorge - verantwortliche Behörde tatenlos

Biberdämme bereiten Sorge – verantwortliche Behörde tatenlos                   

Zwei Biberdämme in der Kleinen Sülze und in der Großen Sülze im Osten der Ortschaft Barleben sorgen derzeit für großen Unmut bei einigen Menschen. Die verantwortliche Behörde im Landkreis rührt sich nicht.

Was war passiert? Bereits am Sonntag (11.09.) wurde der Bereitschaftsdienst der Gemeinde Barleben alarmiert, dass der Wasserstand der Kleinen Sülze im Bereich der Rothenseer Straße extrem hoch ist und drohte, ein angrenzendes Grundstück zu überfluten. Ein Biberdamm, staut das Wasser in der Kleinen Sülze und verhindert den Zufluss in die Große Sülze und weiter in die Ohre.
Vor Ort fiel auf, dass auch der Pegel der Großen Sülze für derzeitige Wetterverhältnisse ungewöhnlich hoch ist. Grund hierfür ist ebenfalls ein beachtlicher Biberdamm im Bereich des Ententeiches. „Was bei Naturschützern sicher große Freude hervor ruft, lässt bei uns die Alarmglocken läuten“, sagt Jens Sonnabend, Leiter des Bau- und Ordnungsamtes der Gemeinde Barleben. Dabei denkt er schon weiter an kommende Regentage.
Zuständig für die Unterhaltung des Gewässers und für die Erhaltung eines ordnungsgemäßen Abflusses ist die Untere Wasserbehörde im Landkreis Börde. Aber dort passiert nichts. Die Gemeinde Barleben hat in der Vergangenheit bereits häufiger auf die Thematik des Wasserrückstaus durch Biberdämme im Bereich der Kleinen Sülze und der Großen Sülze und der Brisanz für unmittelbar betroffene Grundstücke hingewiesen. Lapidar heißt es: „Wir haben die Stelle unter Beobachtung.“
Jens Sonnabend kann da nur den Kopf schütteln und gibt sich damit nicht zufrieden: „Die Gemeindeverwaltung erwartet, dass der Landkreis hier umgehend seiner behördlichen Verpflichtung entsprechend des Wassergesetzes nachkommt und geeignete Maßnahmen einleitet, dass der Wasserabfluss in der Kleinen Sülze und der Großen Sülze wieder hergestellt sind.“

Bildtext: Ein Biberdamm in der Großen Sülze in Barleben verursacht einen Wasserrückstau, der so enorm ist, dass angrenzende Grundstücke drohen, überflutet zu werden.



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