Barleber organisieren Hilfsaktion für Flüchtlinge in der Ukraine
Barleber organisieren Hilfsaktion für Flüchtlinge in der Ukraine
Mit einer großen Hilfsaktion wollen der Heimatverein Barleben, die Kirchengemeinde Barleben, ein ukrainischer und ein Barleber Unternehmer den Menschen in der Ostukraine helfen. „Wir haben dazu aufgerufen, vor allem die einfachen Dinge des Alltags, wie Bekleidung, Bettwäsche, Geschirr, Hygieneartikel, Waschmittel und Spielzeug abzugeben“, so der Hauptorganisator Andreas Richter. Dessen Frau ist ukrainische Staatsbürgerin. Seit 1999 besuchen sie mindestens einmal im Jahr das Land.
Die Hilfsbereitschaft war außerordentlich groß. Etwa 20 Kubikmeter Hilfsgüter sind bei der dreitägigen Sammelaktion zusammengekommen. Von Kochtöpfen über Schlafsäcke bis zum Schulranzen finden sich viele nützliche Gegenstände unter den gesammelten Spenden. Zwischengelagert wurden die Sachen in einer ehemaligen Bäckerei im Breiteweg in Barleben.
So viel zu der Aktion vor Ort. Wie aber kommen die Hilfsgüter in die Gebiete in der Ostukraine? Die politische Situation ist trotz verhandelter Waffenruhe äußerst unstabil und es gibt weiterhin vereinzelte Auseinandersetzungen zwischen den Separatisten und der ukrainischen Armee. Dazu kommt nach wie vor die Tatsache, dass „ohne Schmiergeld so gut wie nichts funktioniert“ in der Ukraine, weiß Richter. „Daher haben wir uns den ukrainischen Unternehmer Ruslan Myslitskiy an unsere Seite geholt“, so Andreas Richter weiter. Myslitskiy verkauft seit vielen Jahren von der Post ausrangierte Fahrzeuge in die Ukraine. Wir nutzen seine erschlossenen Vertriebswege und bringen die Hilfsgüter in das Land. Dort übernimmt die Hilfsorganisation „Mir&Co“ die Sachen und organisiert die Verteilung. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die Sachen dort ankommen, wo sie gebraucht werden und werden das, soweit wir können, auch kontrollieren“, so die Barleber Organisatoren.
Bildtext: Die bei der Hilfsaktion in Barleben gesammelten Sachen werden mit Hilfe eines ukrainischen Unternehmers, der ausrangierte Postfahrzeuge in sein Heimatland verkauft, in die Flüchtlingsgebiete gebracht und dort von einer Hilfsorganisation übernommen. Stolze 20 Kubikmeter Spendengüter können Hauptorganisator Andreas Richter (re.) und der Fahrer Sergej Rohalskyi (li.) einladen.