Barleber übergibt Jahrzehnte alte Dokumente an das Archiv
Barleber übergibt Jahrzehnte alte Dokumente an das Archiv
„Hier sind die Dokumente gut aufgehoben und können jederzeit von Interessierten eingesehen werden“, sagte Frank Schumacher, als er die Kiste mit mehreren Aktenordnern an das Gemeindearchiv übergab.
Schumacher hat über 33 Jahre lang für den Barleber Kranbaubetrieb (BAKRA) gearbeitet und in persönlichem Engagement die betriebliche Entwicklung von 1949 bis zur Insolvenz im Jahr 1997 dokumentiert. In den dicken Ordnern hat der 74-Jährige unter anderem Bildermappen mit Fotos von innovativen und besonderen Krananlagen, die für den Export in das Ausland produziert wurden, zusammengetragen. Auch alte Gruppenbilder von Mitarbeitern, Fachzeitschriften und maschinentechnische Fertigungspläne befinden sich in den gut sortierten Unterlagen. Außerdem enthält die Sammlung mehrere CDs, auf denen das gesamte Material digital gespeichert ist.
Bei der Übergabe der Dokumente erzählte der Maschinenbauingenieur stolz, dass die Krananlagen, die hier gefertigt wurden, Barleben weltweit international bekannt gemacht haben. Barlebens Bürgermeister ist erfreut über die umfangreiche Schenkung und kündigt an: „Mit den vielen vorhandenen Bildern können wir zusammen mit dem Heimatverein eine Ausstellung vorbereiten. Ich bin überzeugt, dass wir damit auf großes Interesse bei den Bürgern stoßen werden.“ Der Kranbaubetrieb war einer der größten Arbeitgeber für Barleben und die Umgebung. Die Produktpalette deckte insbesondere den Kranbedarf für die Bauindustrie in der DDR ab. Seit 1969 exportierte der Betrieb auch Sonderkrananlagen für Werften, Häfen und Lagerplätze in das Ausland (u.a. BRD, Nordafrika, Sri Lanka).
Bildtext: In einer Kiste übergab der Barleber Frank Schumacher die Dokumente über den Barleber Kranbaubetrieb BAKRA an Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff und Archivleiterin Heike Thieme (v.l.).
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