Barleben gründet eigene Energiegesellschaft

Barleben gründet eigene Energiegesellschaft                                                                             

Die Gemeinde Barleben wird zusammen mit dem Energiedienstleister „Getec green energy AG“ eine eigene Energiegesellschaft gründen. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung im Dezember mehrheitlich beschlossen. 
Die Gemeinde Barleben trägt dabei mit 51 Prozent die Mehrheitsbeteiligung an der Energiegesellschaft Barleben. Die Getec green energy AG ist mit 49 Prozent beteiligt.
Bei einem Stammkapital der Gesellschaft von 25.000 Euro muss die Gemeinde zunächst ihren Anteil von 12.750 Euro bereitstellen. Zusätzlich entfällt auf die Gemeinde für die Errichtung der zentralen Wärmeversorgungsanlage ein Eigenanteil von ca. 50.000 Euro. 

Über die Energiegesellschaft Barleben soll das zukünftige Wohngebiet „Schinderwuhne Süd“ im westlichen Teil der Ortschaft Barleben eine zentrale Wärmeversorgung bekommen. Hierfür wird auf einem Grundstück im Nordwesten des Bebauungsgebietes eine Heizzentrale errichtet, aus der die Häuser in Verbindung mit einem Nahwärmenetz mit einer Gesamtlänge von ca. 1340 Meter versorgt werden.
Die Wärme soll, entsprechend dem Klimaschutzkonzept der Gemeinde, überwiegend durch einen Biomassekessel (Pellets oder Holzhackschnitzel) oder ein Blockheizkraftwerk nachhaltig und umweltfreundlich erzeugt werden. Zur Spitzenlastabdeckung ist die Versorgung mit Erdgas vorgesehen.

Langfristig ist geplant, weitere Gebiete an die Anlage anzuschließen. Wird auch das Wohngebiet „Schinderwuhne Nord“ in absehbarer Zeit gebaut, können die entstehenden Wohneinheiten ebenfalls an die Heizzentrale angeschlossen werden.

„Grundgedanke bei der Gründung einer Energiegesellschaft ist zum einen die mittelfristig einsetzende haushaltskonsolidierende Wirkung durch Renditen aus der Wärmeversorgung und zum anderen ein Instrument zu schaffen, das ähnlich positiv wirkt für die Bürger und die Gemeinde, wie die Stadtwerke in anderen Kommunen“, erklärt Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff.


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