Ausweichquartiere besichtigt - Bürgermeister spricht mit Einrichtungsleiterinnen

Ausweichquartiere besichtigt – Bürgermeister spricht mit Einrichtungsleiterinnen       

Nachdem Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff vor vier Wochen, am 08.04.2015, die vorsorgliche Schließung des Hauptgebäudes der Kindereinrichtung in Ebendorf wegen möglicher Gesundheitsbeeinträchtigungen durch aus Dämmmaterial freigesetzte Mineralfasern angeordnet hatte, besuchte er am 04.05.2015 die Ausweichquartiere, in denen 69 der insgesamt 89 Mädchen und Jungen aus der Kita in Ebendorf vorübergehend untergebracht sind.
Vor Ort sprachen Keindorff und der Ortsbürgermeister Frank Nase mit den Einrichtungsleiterinnen und dem Personal. „Eine Einschätzung der Situation können nur die Erzieherinnen und Erzieher abgeben. Sie kennen das Verhalten der Kinder und sind Ansprechpartner für deren Eltern. Daher können nur sie die ‚Stimmung‘ der Betroffenen realistisch wiedergeben“, sagt Bürgermeister Keindorff.

Ohne Zweifel hat die Umquartierung manche Umständlichkeit nach sich gezogen. Beispielsweise mussten die Eltern, deren Kinder im Hort in Barleben untergebracht sind, sich darauf einstellen, dass es dort keine Vollverpflegung gibt und sie ihren Kindern das Essen jeden Tag mitgeben.
Trotz der zusätzlichen 50 Jungen und Mädchen kommen sich Schul- und Kindergartenkinder auf dem Hof nicht ins Gehege. „Während der Hofpausen, wenn die Schüler rauskommen, dann gehen wir mit unseren Kindern nach drinnen“, sagt die Erzieherin aus der Kita in Ebendorf Barbara Bunke. Als Gruppenerzieherin begleitet Sie „ihre“ Schützlinge.
Ganz neu ist die Situation im Hort an der Grundschule Barleben nicht. Zweimal bereits war eine Gruppe aus dem Kindergarten in Barleben samt ihrer Betreuerinnen im Hort in der Grundschule Barleben untergebracht.

Am Rande der Gespräche mit dem Betreuungspersonal traf Bürgermeister Keindorff auch auf einige Eltern. Er gab ihnen zu verstehen, dass die Verwaltung weiterhin angestrengt an der Klärung der Situation arbeitet. Ebenfalls versicherte er, dass, sobald es neue Erkenntnisse gibt, die Verwaltung umgehend darüber informiert.
Ein wichtiger Aspekt und entscheidend für das weitere Vorgehen, ist das Ergebnis der Untersuchung der Proben auf die Biolöslichkeit der Mineralfasern. Die Verwaltung hatte im Beisein des Gesundheitsamtes des Landkreises Börde weitere Staubproben genommen und diese an das Fraunhofer Institut für Silicatforschung in Würzburg geschickt. „Ich gehe davon aus, dass mir noch in dieser Woche ein Ergebnis vorliegt“, so Keindorff. Das daraus resultierende und mit den beteiligten Ämtern des Landkreises Börde abgestimmte weitere Vorgehen, wird in einer Informationsveranstaltung in der 20. Kalenderwoche bekanntgegeben.
Der Bürgermeister betonte ausdrücklich, dass, unabhängig von den derzeitigen Entwicklungen, grundsätzlich der Neubau einer Einrichtung in Ebendorf mit Mitteln aus dem Stark III Programm im Fokus steht.

Bildtext: Bei den Besuchen der Einrichtungen, in denen die Kinder aus der vorübergehend geschlossenen Kita in Ebendorf untergebracht sind, war Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff vor allem an den Einschätzungen der Verhältnisse vor Ort durch das Personal interessiert. Barlebens Ortsbürgermeister Frank Nase begleitete ihn wie hier im Gespräch mit Claudia Bergner, Leiterin des Horts der Grundschule in Barleben.

 


 
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