Am 24. Oktober ist Tag der Bibliotheken

Am 24. Oktober ist Tag der Bibliotheken                                                                 

Jedes Jahr findet am 24. Oktober der Tag der Bibliotheken statt. Ins Leben gerufen wurde dieser Tag im Jahr 1995 vom ehemaligen Bundespräsidenten, Richard von Weizsäcker. Seither machen viele Bibliotheken mit besonderen Aktionen an diesem Tag auf sich aufmerksam.
Bei Manja Selle, Leiterin der Bibliothek Barleben, wird das normale Tagesgeschäft seinen Gang gehen, da Veranstaltungen jeder Art nur mit entsprechender Arbeitskraft zu bewerkstelligen sind. Die Freude an den Büchern teilt sie aber gern an jedem Tag mit den Besucherinnen und Besuchern der Bibliothek.
"Bibliotheken sind ganz wichtige Einrichtungen", weiß Manja Selle. „Sie sind für Kinder und Erwachsene frei zugänglich. Lediglich die jährliche Mitgliedschaft muss man zahlen. Und dann kann man so viele Bücher lesen, wie man möchte“, sagt sie fröhlich.

In Barleben können die kleinen und großen Menschen wählen aus 14.000 Medien, die man in die Hand nehmen kann – das sind Bücher, CDs, DVDs, Hörbücher, Tonies. Dazu kommen noch einmal rund 55.000 digitale Medien. So kann man sich digitale Bücher und Zeitungen/Zeitschriften zum Lesen, sowie digitale Hörbücher zum Anhören ausleihen. Bald kann man sogar per E-Learning auf kostenlose Angebote zur Weiterbildung zugreifen. „Zu Beruf und Hobby, Sprachen oder auch Computerkenntnissen kann man dann neue Dinge lernen und das einfach per Video“, freut sich Manja Selle schon auf das neue Angebot für ihre Kundinnen und Kunden.
Sie weiß auch ganz genau, was ihre Leserinnen und Leser momentan am liebsten haben. „Bei den Jugendbüchern geht der Trend gerade ein bisschen weg von der Fantasy und hin zum Krimi. Kinder lieben besonders unsere Tiptoi-Bücher, in denen man neben dem Lesen auch Lieder und Beschreibungen hören kann. Und bei den Erwachsenen stehen immer Romane ganz oben auf der Leseliste, mittlerweile aber auch wieder Sachbücher.
Viele wollen lernen, wie man Sachen selbst macht oder Neues aus Altem macht“, erklärt sie.

Nur eins findet sie selbst schade und zwinkert: „Ich kann leider nicht den ganzen Tag lesen.“ Stattdessen sortiert sie die Bücher und anderen Medien wieder in die Regale, die zurückgebracht werden. Sie muss immer genau wissen, welche Bücher neu erscheinen und welche sie davon für die Bibliothek kaufen möchte. Alte Medien, die schon lange niemand mehr ausgeliehen hat, werden aussortiert. Sie führt Schulklassen durch die Bibliothek und erklärt ihnen, wie die Ausleihe funktioniert. Manchmal muss sie auch ein beschädigtes Buch reparieren. Und natürlich gibt sie gern Lesetipps, wenn jemand gerade nicht so genau weiß, was als nächstes mit nach Hause kommen soll. Sie selbst liest im Moment am liebsten Romane mit dystopischen Geschichten (das sind Geschichten, die in der Zukunft spielen und eine erschreckende Welt zeigen), Sachbücher und Biografien.

Am Tag der Bibliotheken wird seit 1996 auch die Karl-Preusker-Medaille als Auszeichnung an Menschen und Institutionen verliehen, die Bibliotheken besonders gut fördern und sich auf dem Gebiet der Literatur, des Verlagswesens, des Buchhandels, der öffentlichen Bibliotheken verdient gemacht haben. Die Preisträger werden aber immer erst am 24. Oktober bekanntgegeben.
Zusätzlich verleiht der Deutsche Bibliotheksverband den Preis „Bibliothek des Jahres“, der beispielhafte und vorbildliche Bibliotheksarbeit würdigt. Die Universitätsbibliotheken der Technischen Universität Berlin und der Universität der Künste Berlin werden gemeinsam „Bibliothek des Jahres“ 2022. Die Uwe Johnson-Bibliothek Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern bekommt den Preis „Bibliothek des Jahres in kleinen Kommunen und Regionen“ 2022.

Bildtext: Bibliotheksleiterin Manja Selle sortiert Bücher in ein Regal. 

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