»Wasserfahrrad« bringt Grundschülern 400 Euro in die Klassenkasse
„Wasserfahrrad“ bringt Grundschülern 400 Euro in die Klassenkasse
Eine technische Tüftelei hat der Klasse 2a der ECOLE-Grundschule in Barleben eine kleine Finanzspritze beschert. Ein „Wasserfahrrad“ war ihre Lösung für die Aufgabe, Wasser aus zwei Tonnen über ein drei Meter hohes Netz in einen anderen Behälter zu befördern. So lautete die Aufgabenstellung für den Konstruktionswettbewerb für Studierende, Schüler und Azubis im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft im vergangenen Jahr. „Die Konstruktion war eigenständig zu entwickeln und umzusetzen“, sagte Christian Hoffmann, der mit seinem Sohn Rudi das „Wasserfahrrad“ gebaut hatte. Vier Tage hat das Vater-Sohn-Gespann dafür gebraucht.
Bei dem Wettbewerb an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal waren die damals noch Erstklässler (!) die einzigen Schüler, die gegen Studenten angetreten sind. Mit ihrer Konstruktion setzten sich die ECOLE-Schüler gegen alle anderen Teilnehmer durch und erhielten den Preis für die „Beste technische Lösung“.
Barlebens Bürgermeister honorierte diesen Elan mit einem Scheck über 400 Euro. „Von unserem Versicherer, der Öffentliche Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA), erhalten wir für ein Jahr mit geringer Schadensquote einen Betrag zurück. Dieses Geld setzen wir im gegenseitigen Einvernehmen wieder ein, und zeichnen Einzelpersonen oder Teams für besonders herausragende Leistungen aus“, erklärt der Bürgermeister. Keindorff findet es wichtig, jungen Leuten auch auf diesem Weg zu vermitteln, dass es sich lohnt, sich im Leben anzustrengen.
Die Klassenlehrerin Annegret Schneider hat uns verraten, dass das Geld zur Finanzierung einer Frankreichreise der Grundschulklasse im nächsten Jahr eingesetzt wird.
Bildtext: Rudi Hoffmann sitz auf dem von ihm und seinem Vater Christian Hoffmann entwickelten Wasserfahrrad, das der Klasse 2a der ECOLE-Grundschule den Preis für die „Beste technische Lösung“ bei dem Konstruktionswettbewerb im Rahmen der Langen Nacht der Wissenschaft im vergangenen Jahr und dafür einen Scheck über 400 Euro eingebracht hat. Überreicht wurde der Scheck von Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff (2.v.r.) und ÖSA-Bezirksdirektor Frank Meyer (li.).
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