Barlebens Agenda 2030 - 2. Leitbildwerkstatt ist weiterer Baustein zur Entwicklung der Gemeinde Barleben       

Bürgermeister Frank Nase hatte im Juni gemeinsam mit der Umwelt-, Tourismus- und Regionalberatung „Futour“ zur 2. Leitbildwerkstatt eingeladen. Im Fokus der öffentlichen Veranstaltung standen die vier Themenschwerpunkte „Familienfreundliches Wohnen“, „Kommunikation und Beteiligung“, „Verkehr, Mobilität und Infrastruktur“ sowie „Umwelt und Klima“. Diese Themen waren in einer Bürgerbefragung und in der 1. Leitbildwerkstatt im Februar dieses Jahres als Handlungsbereiche mit den größten Bedarfen herausgearbeitet worden.

Der Bürgermeister hatte diese Bereiche nun mit Projekten und Maßnahmen untersetzt und den Teilnehmern als eine Art Blick in die nahe und mittlere Zukunft vorgestellt. So kann sich Frank Nase beispielsweise vorstellen, bei einem möglichen Umzug der Barleber Feuerwehr an einen anderen günstigen Standort innerhalb der Ortschaft, den Bereich in der Ernst-Thälmann-Straße im direkten Ortskern als altersgerechtes Wohnquartier zu entwickeln. „Wir müssen mehr geeignete Komplexe haben, die das altersgerechte Wohnen mit allen Anforderungen, wie kurze Wege zu Einkaufsmöglichkeiten und Ärzten, zulassen“, bekräftigte der Bürgermeister die Idee. Ein weiteres mögliches Projekt für die Zukunft ist die Umgestaltung der Spielplatzsituation in der Gemeinde Barleben. „Statt der vielen kleinen Spielplätze mit nur wenigen Spielgeräten innerhalb der Wohngebieten stelle ich mir an einem geeigneten Standort einen großen Eventspielplatz vor, in dessen Umfeld es auch Nebenangebote für die Eltern gibt“, so Frank Nase. Der Breitbandausbau, der Ausbau der Radwege, die innerörtliche Verkehrsberuhigung und eine naturnahe Freiraumentwicklung waren weitere Aspekte im Zusammenhang mit den vier genannten Themenschwerpunkten. 

Im Rahmen der 2. Leitbildwerkstatt sprachen Melanie Knievel und Stefan Schubert von der Agentur Futour auch über die Chancen und Risiken, von denen Barleben bei der weiteren Gemeindeentwicklung profitieren kann bzw. mit denen sich die Gemeinde auseinandersetzen muss. Bei der Untersuchung wendeten sie die so genannte SWOT-Analyse (Strengths/Stärken, Weaknesses/Schwächen, Opportunities/Chancen  und Threats/Risiken) an. Das ist ein Instrument zur strategischen Planung und dient der Positionsbestimmung und der Strategieentwicklung von Unternehmen und Institutionen. Als absolute Stärken hoben Knievel und Schubert die gute Arbeitsplatzsituation, die vorhandene Digitalisierungsstrategie, eine hohe Familienfreundlichkeit sowie die hervorragende Bildungssituation in der Gemeinde Barleben hervor. Der anhaltende Fachkräftemangel, Flächenknappheit, hohe Instandsetzungskosten für die Infrastruktur sowie Abwanderung in die nahegelegene Landeshauptstadt wurden dagegen als die größten zukünftigen Risiken identifiziert. 

Die Gemeinde Barleben erarbeitet derzeit ein Integriertes Gemeindliches Entwicklungskonzept (IGEK) mit dem Titel „Barlebens Agenda 2030“. Das IGEK ist Teil der strategischen Planung und schon der Titel „Barlebens Agenda 2030“ macht klar, welche Bedeutung das entstehende Gemeindeentwicklungskonzept hat. Hier entsteht das Leitbild für die Entwicklung der Gemeinde in den nächsten zehn bis fünfzehn Jahren. Nicht als „Papiertiger“, sondern als Konzept mit klarem Umsetzungsfahrplan, überprüfbaren Meilensteinen und Grundlagen für mehr Fördermittelakquise.

Bildtext: Die Bürger hatten die Möglichkeit, mit grünen Punkten die Aspekte zu kennzeichnen, die ihnen bei der Entwicklung der Gemeinde Barleben wichtig sind.

2.Leitbildwerkstatt Pinnwände

2.Leitbildwerkstatt Pinnwand

2. Leitbildwerksatt Diskussion

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