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54. Unternehmerfrühstück der Gemeinde Barleben

25. Januar 2019 | Gastgeber: Innovations- und Gründerzentrum Magdeburg GmbH


Das Unternehmerfrühstück der Gemeinde Barleben als wichtige Netzwerkveranstaltung in der Region trifft nach wie vor auf ein großes Interesse bei der hiesigen Unternehmerschaft. Mehr als 70 Gäste konnte Barlebens Bürgermeister Frank Nase zum ersten Treffen in diesem Jahr begrüßen. Gastgeber war die Innovations- und Gründerzentrum Magdeburg GmbH (IGZ). Deren Geschäftsführer, Dr.-Ing. Stefan Schünemann, gab zum Einstieg in die Vortragsreihe einen Überblick über den „Innovations-Inkubator“.
Derzeit ist das IGZ Standort für 85 Unternehmen mit rund 450 Beschäftigten. „Dabei handelt es sich vorwiegend um Gründer und Startups mit einem hohen Innovationscharakter“, so Schünemann. Die Gesamtfläche von 25.000 Quadratmetern ist aufgeteilt in 13.500 m² Bürofläche, 6.500 m² Produktions- und Laborfläche sowie 5.000 m² Infrastrukturfläche. Neben den beiden markanten roten Gebäuden im Technologiepark Ostfalen gehören ein weiterer Standort an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, das IKAM – Institut für Kompetenz in AutoMobilität sowie das 2017 eröffnete Zentrum für Elektromobilität und erneuerbare Energien (ZEE) zur IGZ Gesellschaft. Zweck der IGZ-Gesellschaft ist die Förderung innovativer und technologieorientierter Unternehmen mit dem Ziel, die Wirtschaftsstruktur in der Region Magdeburg zu verbessern.
An der Gesellschaft sind die Landeshauptstadt Magdeburg (30%), die Stadtsparkasse Magdeburg (25,2%), die IHK Magdeburg (25,2%), die Gemeinde Barleben (10%) und die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (9,6%) beteiligt.
Das Innovations- und Gründerzentrum ist jedoch nicht nur wichtige „Denkfabrik“ und Inkubator für junge innovative Unternehmen, es ist auch Austragungsort für Veranstaltungen wie den Tag der Elektromobilität und diverse Kooperationsbörsen.

Der zweite Vortrag an diesem Vormittag drehte sich um das Thema Unternehmensnachfolge. Zwar steht bei Unternehmensgründung eher die Marktetablierung im Fokus. Dennoch ist die Unternehmensnachfolge ein drängendes Thema, besonders in der mittelständischen Wirtschaft.
Steffen Voß, Geschäftsführer der Eventus Wirtschaftsberatung GmbH, beschäftigt sich schon länger mit dieser Problematik. Er weiß, dass übergabewillige Firmenchefs sehr häufig keinen passenden Nachfolger finden. Die Ursache dafür sieht er vor allem im demografischen Wandel. „In Zeiten des Fachkräftemangels ziehen viele qualifizierte Personen eine vergleichsweise sichere, gut bezahlte Beschäftigung mit geregelten Arbeitszeiten den Risiken der Selbstständigkeit vor“, sagt er. Allein in den vergangenen drei Jahren ist die Zahl der Existenzgründungen in Sachsen-Anhalt um rund 20 Prozent zurückgegangen. Mit „ExNa – Existenzgründung im Rahmen der Unternehmensnachfolge“ hat Voß ein Projekt initiiert, über das gründungswillige Fachkräfte übergabewilligen Unternehmern vorgestellt und für die Nachfolge qualifiziert werden sollen. „Der Grundgedanke ist, diese zwei Personengruppen zusammenzubringen. Wir unterstützen die Existenzgründer beispielsweise dabei, an Förderungen und staatliche Zuschüsse zu kommen. Gleichzeitig helfen wir den übergabewilligen Unternehmern, den Fortbestand des Unternehmens zu sichern und einen angemessen Kaufpreis zu erzielen“, sagt Steffen Voß. „Unser Auftrag ist, die Unternehmen im Land zu halten.“
Das Projekt „ExNa“ ist auf drei Jahre angelegt und wird gefördert durch den ESF (Europäischer Sozialfond).

Abschließend stellten Holger Salmen und Marcus Plättner die Wirtschaftsjunioren Sachsen-Anhalt e. V. vor. Die Organisation, die sich vor allem aus jungen Unternehmerinnen und Unternehmern zusammensetzt, sieht ihre Aufgabe darin, so der amtierende Vorsitzende Marcus Plättner, der nachfolgenden Generation das Unternehmertum beizubringen und somit den Standort Deutschland weiterzuentwickeln. Dabei können die Wirtschaftsjunioren (WJ) auf ein weitreichendes Netzwerk zurückgreifen.
Veranstaltungen wie die Businesslounge in Magdeburg und Halle, der Gründertag in Wittenberg und eine Lehrstellenoffensive in Dessau gehören dabei ebenso zu den Projekten der Wirtschaftsjunioren wie das Treffen zum gemeinsamen Aufräumen im Rahmen des World Cleanup Day.
Bürgermeister Frank Nase sind die Wirtschaftsjunioren nicht neu. Schon länger hält er den Kontakt zum Landesverband Sachsen-Anhalt. Beim Unternehmerfrühstück gab der Bürgermeister bekannt, die Gründung eines eigenen Kreisverbandes der Wirtschaftsjunioren zu forcieren.

 

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