Behält der Landkreis seine Schulsozialarbeiter? 

Kreistag berät am 15. Mai über Weiterführung                  

Am morgigen Mittwoch, 15. Mai, kommt der Kreistag des Landkreises Börde für seine nächste öffentliche Sitzung zusammen. Die Kreistagssitzung steht in besonderem Fokus. Denn auf der Tagesordnung steht dann auch ein Antrag zur Weiterführung der Schulsozialarbeit. Insgesamt neun Grundschulen im Landkreis Börde sollen zum Schuljahresende die Schulsozialarbeiter entzogen werden. Der Kreistag muss nun über eine Weiterfinanzierung entscheiden.

Weil die Mittel aus dem Bundesprogramm „Bildung und Teilhabe“ erschöpft sind, endet für Franziska Starke am 31. Juli dieses Jahres ihre Arbeit als Schulsozialarbeiterin an der Grundschule Barleben. Für ihre Kollegin an der Gemeinschaftsschule, Stefanie Böttcher, ist nach derzeitigem Stand im Juli 2020 Schluss. Die Mittel für die Schulsozialarbeit an den weiterführenden Schulen kommen aus dem EU-Förderprogramm EFRE.

Schulen und Eltern machten gegen die Abschaffung mobil. Die Botschaft kam an. Landrat Martin Stichnoth kündigte in der letzten Sitzung des Kultur- und Sozialausschusses in Haldensleben an, in der nächsten Kreistagssitzung am 15. Mai eine Vorlage zur Abstimmung zu bringen, welche die Schulsozialarbeit an den Grundschulen bis zum Sommer 2020 sichern soll. Daran soll auch die Haushaltssperre des Landkreises nichts ändern, ließ der Landrat kürzlich verlauten. Das Land stellt ein Förderprogramm in Aussicht, mit dem ab dem Schuljahr 2020/21 die Schulsozialarbeit an den Grundschulen und den weiterführenden Schulen gesichert werden soll. Bürgermeister Frank Nase „begrüßt die Problemlösungsbereitschaft“ und „schätzt das Engagement des Landrates und der betroffenen Bürgermeister als herausragend“ ein.

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