Barleber Heimatverein präsentiert seinen Fundus beim Tag der offenen Tür        

Den meisten Barleberinnen und Barlebern ist der hiesige Heimatverein wohl mit seiner Heimatstube in dem restaurierten Fachwerkhaus im Breiteweg bekannt. Dass der traditionsbewusste Verein fast seinen gesamten Fundus in einer großen Lagerhalle im „Hohle Grubenweg“ nahe des Wirtschaftshofes deponiert hat, wussten bisher sicher nur wenige. Das dürfte sich seit dem vergangenen Wochenende geändert haben, denn der Barleber Heimatverein hatte die Öffentlichkeit zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Zwar war der Septembersamstag (26.09.) so richtig verregnet. Dennoch fanden einige Besucher den Weg auf das „Fundusgelände“.
Von alten Handwerksgeräten, Möbeln, Küchenutensilien und Kleidung bis hin zu Spielzeug und historischer Technik gab es vieles aus längst vergangenen Zeiten zu bestaunen. Alles war gut sortiert und in entsprechende Bereiche geordnet. In ihren roten Jacken gut zu erkennen, beantworteten die Mitglieder des Heimatvereins die Fragen der interessierten Gäste und wussten hin und wieder auch so manche Anekdote zur Herkunft der ausgestellten Dinge zu erzählen.
Einige Antiquitäten hatte der Heimatverein an einem Trödelstand zum Verkauf angeboten, was Sonja und Werner Mertens aus Wahlitz besonders freute. Zufrieden über den ausgehandelten Preis, nahmen sie zwei Kristallvasen und eine handbemalte Metalldose mit nach Hause.
Draußen vor der Lagerhalle hatte der Heimatverein zwei Holzhütten liebevoll dekoriert und als Verkaufsstände hergerichtet. Hier versorgten Hennry Hass und Heike Hildebrandt die Besucher mit Speisen und Getränken. Hobbyimker Julian Elstner bot Honig und Met aus eigener Produktion an. Die Vorsitzende des Heimatvereins, Annemarie Keindorff, bewarb unterdessen den Jahreskalender „Barleber Ansichten 2021“, den der Heimatverein jedes Jahr herausbringt. „Dieses Mal haben wir in die bekannten Barleber Ansichten historische Figuren, wie die Weberin, den Warner, und den Amtsmann, die es im Barleben vergangener Zeiten tatsächlich gegeben hat, digital eingearbeitet“, beschreibt sie den Kalender, den es für 3,95 Euro unter anderem in der Heimatstube (dienstags 15 – 18 Uhr geöffnet) zu kaufen gibt.
Auch der Wirtschaftshof der Gemeinde Barleben und die Agrar-Genossenschaft Magdeburg Nord nutzen die Gelegenheit, sich an diesem Tag der offenen Tür den Besuchern zu präsentieren. Blickfang an dem mit saisonalem Gemüse und einer Erntekrone dekorierten Stand war ein alter Lanz Bulldog-Traktor Baujahr 1935. Dass dieser Tag so verregnet war, betrachtete Clemens Meißner, Geschäftsführer der Agrar-Genossenschaft, mit gemischten Gefühlen. „Wenn wir etwas brauchen, dann ist das Regen. Dass der nun ausgerechnet heute fällt, können wir nicht ändern.“
Auch wenn es aufgrund des verhaltenen Wetters nicht so viele Besucher waren wie erhofft, halten die Mitglieder des Barleber Heimatvereins an der Idee fest, das „Fundusfest“ oder den „Tag des offenen Fundus‘“, wie sie sagen, zu einer jährlichen Veranstaltung werden zu lassen.

Bildtext: Am Trödelstand haben Erika Pieper (3.v.li.) und Ingrid Gartz (2.v.r.) vom Barleber Heimatverein mit den potentiellen Käufern die Preise ausgehandelt. 

Fundusfest Heimatverein Trödelstand

Bildtext: Met und Honig aus eigener Produktion lockte die Besucher an den Stand von Julian Elstner und Annemarie Keindorff.

Fundusfest Heimatverein Vekaufsstand

Bildtext: Mit einem knatternden Lanz Bulldog aus dem Jahr 1935 machten Werner Behrens, Nils Elsner und Clemens Meißner (v.l.) auf den Stand der Agrar-Genossenschaft mit Zwiebelverkauf aufmerksam.

Fundusfest Heimatverein Traktor

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