Wirtschaftsdelegation reist nach Russland und unterzeichnet zwei Kooperationsvereinbarungen                                            

Um die durch die Gemeinde Barleben bereits vor drei Jahren angebahnten Kontakte zu der russischen Stadt Omsk weiter zu festigen, reiste eine Wirtschaftsdelegation um Barlebens Bürgermeister Franz-Ulrich Keindorff, den Präsidenten der IHK-Magdeburg, Klaus Olbricht, sowie den Landrat des Landkreises Börde, Hans Walker, kürzlich in die Wirtschaftsmetropole nach Sibirien. Auf der Agenda stand unter anderem die Unterzeichnung einer gemeinsamen Kooperationsvereinbarung zwischen der Gemeinde Barleben und der Stadt Omsk unter der Beteiligung des Landkreises Börde. Erst kürzlich hatte Landrat Hans Walker den Zweck dieser Reise im Kreisausschuss des Kreistages Börde vorgestellt. Sinngemäß, und mehrheitlich hatten die Fraktionen diese Kooperationsbeziehungen ausdrücklich begrüßt.

Die Kooperationspartner einigten sich darauf, in den Bereichen Wirtschaft, Bildung, Kultur und Sport sowie der Jugendpolitik zukünftig auf dem Prinzip der Gleichberechtigung und des gegenseitigen Nutzens zusammenzuarbeiten. "Für uns ist es wichtig, die seit 3 Jahren bestehenden Kontakte, gerade wegen der derzeit schwierigen politischen Lage, aufrecht zu erhalten. Die jetzt abgeschlossene Kooperationsvereinbarung bietet eine gute Grundlage, die Zusammenarbeit mit einer der stärksten Wirtschaftsregionen Russlands weiter auszubauen und zu vertiefen", sagte Franz-Ulrich Keindorff nach der Unterzeichnung.
Im Rahmen der Delegationsreise unterzeichneten auch die Industrie- und Handelskammern der Stadt Magdeburg und der Stadt Omsk eine Vereinbarung zur gemeinsamen Zusammenarbeit.
Der amtierende Bürgermeister der Stadt Omsk, Sergey Petrovich Frolov, schätzt die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Stadt Omsk, der Gemeinde Barleben und dem Landkreis Börde, darunter auch die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung zwischen der Industrie- und Handelskammer Omsk und der Industrie- und Handelskammer Magdeburg als einen „weiteren großen Schritt in der Entwicklung unserer bereits engen Beziehungen“ ein.

Omsk ist eine Universitätsstadt und das viertwichtigste Wirtschaftszentrum in Russland. Neben der erdölver-arbeitenden Industrie sind Maschinenbau, Gerätebau, Elektronik und die Nahrungsmittelindustrie die bedeutendsten Wirtschaftszweige der Stadt.

Bei dem sechstägigen Besuch der Gäste aus Deutschland standen neben einigen Treffen mit verschiedenen Vertretern der Stadt Omsk und dem Präsidenten des Bauverbandes Omsk auch die Besichtigungen einiger Unternehmen auf dem Programm. Die Delegationsteilnehmer besuchten das Unternehmen „Planeta-Zentr“ – Hersteller für Polymerfolie, den Fischaufzuchtbetrieb „Borodino“ sowie das Forschungs- und Produktionsunternehmen „MIR“. Das Technologieunternehmen „MIR“ beschäftigt sich mit der Entwicklung und Herstellung von Automatisierungssystemen für Stromnetze.

Sergey Petrovich Frolov kündigte die Teilnahme einer Wirtschaftsdelegation aus Omsk an der internationalen Kooperationsbörse 2018 in Barleben an. Gleichzeitig lud er die Teilnehmer der Delegation zu einem weiteren Wirtschaftsbesuch im Rahmen der beiden Messen „Made in Omsk“ und „Innovationen des Jahres“ im November 2018 ein.

Börde-Landrat Hans Walker zieht ein positives Resümee der Reise in die Partnerregion Omsk. „Wir konnten uns von der wachsenden wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Großstadt überzeugen, die sich im mittleren Osten Russlands heute so dynamisch entwickelt, wie einst Moskau. Wissenschaftlicher
Fortschritt, Forschung und Entwicklung und die Bildung allgemein sind Schlüsselbranchen, auf die man in Omsk setzt." Genau hier findet sich auch einer der konkreten Ansätze der weiteren Zusammenarbeit. Besonders interessant waren die Aspekte der dualen Berufsausbildung, wie sie in Deutschland praktiziert wird. Landrat Walker: „Ich denke es wird nicht lange dauern, bis wir mit dem Besuch einer russischen Bildungsdelegation in unserem Landkreis rechnen können.
Synergien im bildungspolitischen Bereich, insbesondere auch die Zusammenarbeit wissenschaftlicher Einrichtungen wie von Hochschulen oder Technischen Universitäten können die Entwicklung beider Regionen, hier in Deutschland und in
Russland beleben."

Bildtext: Die Teilnehmer der Wirtschaftsdelegation haben sich nach der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung für ein Gruppenfoto aufgestellt. Von links: Sven Fricke,  Unternehmerbüro Gemeinde Barleben, Andreas Kerzig, IHK-Magdeburg/Außenwirtschaft, Klaus Olbricht, IHK-Magdeburg/Präsident, Sergey Petrovich Frolov, amtierender Bürgermeister der Stadt Omsk, Inna Parygina, stellv. Bürgermeisterin der Stadt Omsk, Tatjana Alexandrowna Choroschavina, Präsidentin der IHK-Omsk, Hans Walker, Landrat Landkreis Börde,  Franz-Ulrich Keindorff, Bürgermeister Gemeinde Barleben, Olga Parfenova, Wirtschaftsförderung Stadt Omsk, Bernd Zorn, Generalmanager Zorn Instruments

 


2017_08_Omsk_Kooperationsvereinbarung

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